Mario Müller
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Aktualisiert: 10.02.2016

Unfallversicherung Test

Eine  private Unfallversicherung zahlt dem versicherten Kunden nach einem Unfall nicht nur eine Kapitalleistung, sondern auch eine monatliche Rente. Aber nicht immer erhalten die Versicherungsnehmer auch tatsächlich Leistungen. Gute Unfallpolicen sollten bereits dann Leistungen erbringen, wenn die Invalidität  bei einem Prozent liegt. Der Unfallversicherung Test zeigt, wie umfassend der Unfallschutz bei den einzelnen Anbietern ausfällt

Unfallversicherung – Ökotest hat getestet – Januar 2016

Neben der herkömmlichen Unfallversicherung haben Versicherungsnehmer auch die Möglichkeit, eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr abzuschließen. Dabei handelt es sich um eine Unfallversicherung mit inbegriffenen Sparmaßnahmen. Während ein Teil des Versicherungsbeitrags in den Versicherungsschutz fließt, wird ein Großteil in einen Spartopf investiert. Auf den ersten Blick vermittelt diese Vorgehensweise den Eindruck, dass zum Jahresende Beitragsrückerstattungen zu erwarten sind.  Jedoch wird mit dem Begriff „Beitragsrückgewähr ein anderes Prozedere reflektiert. In dem Zusammenhang erhalten Versicherungsnehmer nur den Anteil der zuviel gezahlten Versicherungsbeiträge mit geringer Verzinsung erstattet.

Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Im Zuge dessen hat sich Ökotest (Test: Januar 2016) der Analyse unterschiedlicher Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr angenommen und geschaut, wie hoch die Verzinsung des jeweiligen Sparkapitals ausfällt. In Zusammenarbeit mit dem Analysehaus Innosystems haben sie 18 Tarife von sechs Anbietern mit laufender und einmaliger Zahlung unter die Lupe genommen. Hierzu wurden jeweils ein günstiger und ein teurer Versicherungstarif ausgewählt und hinsichtlich des garantierten Sparanteils verglichen.

Renditen sind kaum spürbar

Der Test zeigt, dass kaum sehenswerte Renditen auf das jeweilige Sparkapital entfallen. Entscheidet man sich für den teuren Unfallschutz mit entsprechend hohen Versicherungsbeiträgen, kann lediglich eine jährliche Rendite von 0,76 Prozent erwirtschaftet werden. Fällt die Auswahl hingegen  auf den günstigsten Versicherungsschutz erwartet die Versicherungsnehmer eine Rendite von minus 1,32 Prozent. Lediglich ein Anbieter mit günstigen Versicherungsbeiträgen ermöglicht eine Verzinsung in Höhe von 0,26 Prozent. Wer eine Unfallversicherung mit Einmalzahlung abschließt, den erwarten positive Renten von 0,24 bis 1,47 Prozent.

Unfallversicherung bei Focus Money

Focus Money hat  in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke & Bornberg (Test: 03/2015) die Unfallversicherung näher überprüft. Vor diesem Hintergrund wurden 61 Unfallversicherungen hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses genauer unter die Lupe genommen.

Im Großen und Ganzen zeichnen sich die analysierten Unfallversicherungen durch ein vielversprechendes  Preis-Leistungs-Angebot aus. Besondere Überzeugungskraft leisten sie dadurch, dass sie Rechtsschutzversicherungen mit umfassenden Versicherungsschutz zu günstigen Versicherungsbeiträgen offerieren. Weiterhin gewinnen sie an Attraktivität indem sie eine erweiterte Bedeutung des Begriffs „Unfall“ vertreten. Somit wir bereits  der Versicherungsschutz aktiv, wenn eine Invalidität durch Insektenstiche nachgewiesen werden kann.

Dabei haben unter anderen folgende Unfallversicherungen mit einem herausragenden Leistungsportfolio in Erscheinung treten können:

Unfallversicherung Tarif
InterRisk Konzept XL mit Standard Taxe
Janitos Balance Trend
Swiss Life Swiss Life-Primus
Waldenburger Unfallversicherung

Die besten Unfallversicherungen erkennt man daran, dass sie Leistungen wie Beitragsbfreiung während Arbeitslosigkeit, den erweiterten Unfallbegriff, kosmetische Operationen oder auch die Übernahme von Zahnbehandlungskosten zum Vertragsgegenstand machen.

Magazin €uro zum Thema Unfallversicherung

Neben Focus Money hat sich auch das Magazin €uro der Fragestellung angenommen, inwieweit ihr Leistungsspektrum die Kundenzufriedenheit der Versicherungsnehmer widerspiegelt. Die Ergebnisse ihrer Analyse demonstrieren, dass qualitativ leistungsstarke Unfallversicherungen bereits gegen  die Entrichtung eines geringen  Versicherungsbeitrags zu ergattern sind. Beispielsweise verlangt die Waldenburger für die Versicherbarkeit eines 30-jährigen Bankkaufmann einen Beitrag von 137 Euro im Jahr. Im Gegensatz dazu kann ein kostengünstiger Versicherungsschutz auch bei Versicherungen wie die Rhion und InterRisk realisiert werden, die einen jährlichen Beitrag zwischen 138 und 148 Euro erheben. Allerdings sollten sie die Versicherten stets vor Augen führen, dass die Höhe der zu zahlenden Versicherungsbeiträge je nach Anforderungsprofil sehr variabel ist.

Unfallversicherung Testergebnisse der Stiftung Warentest

Die besten Tarife laut Stiftung Warentest (Finanztest-Ausgabe 12/2011) im Überblick:

Platz Anbieter
1 Swiss Life P 350 Primus Plus Premium mit 1,4 (sehr gut)
2 Interrisk P-Plus 500 XXL (B18) Maxi-Taxe mit 1,5 (sehr gut )
3 Swiss Life P 500 Primus Plus Premium mit 1,5 (sehr gut)
4 Interrisk P-Plus 500 XL (B17) Maxi-Taxe mit 1,6 (gut)
5 Interrisk P-Plus 500 XXL (B18) Plus-Taxe mit 1,6 (gut)

Die Unfallversicherung Testsieger

Im Test kann die Unfallversicherung der Swiss Life auf Grund überdurchschnittlicher Leistungen das Gesamturteil von 1,4 erreichen und wurde somit von Finanztest zum Testsieger gekürt. In der Kategorie Kapitalauszahlung erhält sie eine Beurteilung von 1,2, für die Bedingungen gibt es ebenfalls eine 1,2, nur für die Anträge lautet die Beurteilung bei Finanztest auf 3,5.

Bei Fragen zur Unfallversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Invalidität – was heißt das?

Als Invalidität wird die dauerhafte Beeinträchtigung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit bezeichnet. Je nach Schwere der Verletzung wird nach prozentualem Invaliditätsgrad unterschieden.

Tarife vergleichen ist das A und O – finden Sie jetzt einen passenden Unfallversicherungstarif 2016 mit unserem Vergleichsrechner.

Gliedertaxen im Überblick

Gliedertaxe
Auge 40 Prozent
Gehör auf einem Ohr 35 Prozent
Arm 70 Prozent
Daumen 25 Prozent
Zeigefinger 15 Prozent
Bein unterhalb des Knies 55 Prozent
Fuß im Fußgelenk 50 Prozent
Bein oberhalb des Knies 70 Prozent
Hand im Handgelenk 70 Prozent

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Unzureichender Versicherungsschutz

In Deutschland sind etwa 28 Millionen Unfallpolicen im Umlauf. Im Ernstfall zahlen eine Vielzahl der Versicherungen allerdings entweder zu wenig oder gar nicht. Und hier liegt auch schon das größte Problem vor. Je nach Invaliditätsgrad erbringen die Unfallversicherungen bestimmte Leistungen. Bei einer Vollinvalidität sollte diese Leistung mindestens eine halbe Million Euro betragen. Empfehlenswert sind Policen mit festgelegter Progression.

Progression vereinbaren

Mit der Progression vereinbaren die Versicherten einen Anstieg der Versicherungssumme im Invaliditätsfall. Die von der Finanztest im Vergleich stehenden Tarife bieten eine Progression von mindestens:

  • Leistung bei 25%: 25.000 Euro
  • Leistung bei 50%: 100.000 Euro
  • Leistung bei 100%: 500.000 Euro

Definition der Unfallversicherung

„Unfälle liegen dann vor, wenn die Versicherten durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleiden.“
Und da sind wir auch schon beim nächsten Problem. Ab wann zahlen die jeweiligen Tarife? Beim Testsieger sind sogar Unfälle mitversichert, die unter Alkoholeinfluss zustande gekommen sind. Schlechtere Versicherungen zahlen in einem solchen Fall jedoch nicht. Das hat die Stiftung Warentest ermitteln können.

Welche Leistungen enthalten sein sollten

  • Versicherungsschutz weltweit und 24 Stunden am Tag
  • Todesfallleistung sollte mindestens bei 10.000 Euro liegen
  • Für gute Unfallpolicen sollten die Kunden nicht mehr als 30 Euro im Monat zahlen
  • Mit dem Versicherer sollte eine geeignete Versicherungssumme gefunden werden
  • Progression vereinbaren

Gesetzliche Absicherung ist unzureichend

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet nur dann Leistungen, wenn sich der Unfall während der Arbeit (einschließlich Hin- oder Rückweg) zugetragen haben sollte. Statistisch gesehen ereignen sich mit etwa 70 Prozent die meisten Unfälle jedoch in der Freizeit. Ein weiterer Nachteil ist, dass Kinder grundsätzlich keinen Versicherungsschutz erhalten. Für die Folgen eines Unfalles kommen jedoch spezielle Kindertarife auf.

Statistik

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ereignen sich weit mehr als 5,36 Millionen Unfälle in der Freizeit:

  • Mehr als 10 Prozent der Arbeits- und Wegeunfälle sind Verkehrsunfälle
  • Der Begriff Freizeit bezeichnet die arbeitsfreie Phase wie zum Beispiel dem Nachgehen von Hobbys, dem Betreiben von Sport oder die freie Zeit zu Hause.

Die gesetzliche Versicherung kommt in den genannten Fällen nicht für die Kosten, die auf Grund des Unfalls oder der Folgen entstanden sind, auf!

Unfallversicherung Test

Kosten im Test

Gute Tarife verlangen im Jahr etwa 300 Euro. Diesen Beitrag gilt es zumindest bei risikoarmen Berufen zu entrichten. Für risikoreiche Berufsgruppen liegt der Jahresbeitrag bereits bei 500 Euro. Der Vergleich zeigt, dass sich auch gute Policen finden lassen, die im Jahr nicht mehr als 130 Euro kosten. Bei geringer Gefahrengruppe stehen bei Finanztest unter anderen folgende Anbieter oben im Test:

  1. Grundeigentümer P 500
  2. NVP 500 (UnfallSpar 2.0)
  3. Häger P 500 (Basis)

So verlangt die Grundeigentümer im Jahr für beide Geschlechter lediglich 89 Euro im Jahr. Somit können Kunden auch bei einem guten Versicherungsschutz viel Geld sparen.

Berufsunfähigkeit

Eine Unfallversicherung ist eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung Test), da die Beiträge hier geringer ausfallen. Zustande kommen die Beitragsunterschiede daher, weil Unfälle statistisch gesehen mit 10 Prozent ein seltenes Ereignis darstellen. Diejenigen, die sich nicht gegen die Berufsunfähigkeit absichern können, sollten hier eine Versicherungspolice abschließen.

Die QFZ erklärt die Unfallversicherung mit einem anschaulichen Comic

Hürden der Unfallversicherung

Ein Unfall bedeutet nicht gleich, dass die Leistungen der Unfallversicherung unmittelbar in Anspruch genommen werden können. Dieser Umstand ist oftmals auf zahlreiche Hürden zurückzuführen:

Auslegung der Unfalldefinition

Damit ein Unfall auch als solcher von der Versicherung anerkannt wird, muss er dem Wortlaut der Unfalldefinition entsprechen. Dahingehend wird ein Unfall erst als Unfall deklariert, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet

Plötzliches Eintreten: gewöhnlich geschieht ein Unfall wider Erwarten und sehr plötzlich. Zieht sich ein Bergsteiger bei einer Tour Erfrierungen zu, die zur Amputation seiner Zehen führen, ist dies nach Ansicht der Versicherung kein Unfall, da das Ereignis nicht plötzlich eintraf.

Äußere Einwirkung: knickt ein Passant beim Gehen um, wird dieses Ereignis nicht als Unfall gewertet. Anders sieht es aus, wenn ein Spaziergänger über einen Kanaldeckel stolpert. In dem Fall erkennen die Versicherer eine äußere Einwirkung.

Unfreiwilliges Ereignis: damit ein Unfall per Definition akzeptiert wird, muss er unfreiwillig eintreten. Somit wird jeder absichtlich aussehender Unfall von der Unfallversicherung abgewiesen.

Auf den Körper: trägt sich ein schreckliches Ereignis zu und es kommt zu einem Herzinfarktleiden, wird dieser Tatbestand nicht als Unfall gewertet. Denn Behinderungen des Infarkts wirken sich auf die Psyche aus, nicht aber auf den Körper.

Ausschlüsse

Neben der genauen Unfalldefinition wird der Versicherungsschutz auf wegen einiger ausgeschlossenen Unfallursachen nicht aktiv:

Bewusstseinsstörung: ist der Unfall auf eine Bewusstseinsstörung zurückzuführen, gewährt die Unfallversicherung keinen Leistungsanspruch. Wird bei dem Unfallopfer ein erhöhter Alkoholgenuss festgestellt, riskiert er seinen Versicherungsschutz. Neben Trunkenheit gehören auch der Einfluss von Medikamenten, Ohnmacht, Herzinfarkt, Schlaganfall Übermüdung sowie epileptische Anfälle zu den Bewusstseinsstörungen.

Infektionen: hinterlassen Infektionen bleibende Schäden bei dem Geschädigten sind diese genauso wenig versichert wie Vergiftungen. Demgeenüber gibt es Unfallversicherungen, die die Folgen von zeckenübertragenden Krankheiten wie Borreliose absichern.

Psychische Folgen: wer aufgrund psychischer Folgen Leistungen der Unfallversicherung erwirken möchte, hat kaum eine Chance. Auch wenn der Unfall eine Schwerbehinderung zur Folge hat. Geht die psychische Einschränkung einer körperlichen Schädigung voraus, wie zum Beispiel einem Schädel-Hirn-Trauma, erhalten Versicherungsnehmer in Ausnahmefällen Leistungen aus der Unfallversicherung.

Fristen

Die Versicherer sind nur dann zur Zahlung der Versicherungsleistung verpflichtet, wenn die Invalidität innerhalb von 12 Monaten eingetreten ist und  15 Monate danach durch einen Arzt festgestellt wurde. Neben der ärztlichen Feststellung muss der Versicherungsnehmer innerhalb der 15 Monate auch seinen Leistungsanspruch erwirken.

Vorerkrankungen

Hat der Unfall eine weitere Beeinträchtigung des Gelenks hervorgerufen, dass bereits mit einer Einschränkung vorbelastet war, wird der Grad der Invalidität um einen Teil vermindert. Dies wird üblicherweise getan, wenn der Anteil der Krankheit mindestens 25 Prozent beträgt. Beispielsweise erhält ein Versicherungsnehmer nur 30 Prozent statt der 55 Prozent für den Verlust seiner Hand, wenn im Vorfeld Gicht bei ihm diagnostiziert wurde.

Fazit

Vor allem bei der privaten Unfallversicherung gilt es etliche Besonderheiten zu beachten. So sollte der Versicherungsschutz beispielsweise weltweit und rund um die Uhr gelten. Auch die Progression ist eine wichtige Bedingung bei einem solchen Schutz. Aus dem Unfallversicherungs-Test geht zudem hervor, dass auch günstigere Tarife einen guten Schutz bieten können.

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