Maria Capobianco
Artikel von
Aktualisiert: 11.01.2017

Pflegeversicherung Test

Bereits heute stößt die gesetzliche Pflegeversicherung mit knapp 3 Millionen Pflegebedürftigen an ihre Grenzen. Die staatlichen Kassen hierfür sind leer. Daher wird nun auch die private Pflegezusatzversicherung mit fünf Euro gefördert. Welchen umfassenden Schutz der Pflegebedürftige erwarten kann, zeigt der aktuelle Pflegeversicherung Test

Pflegeversicherung bei  IVFP im Test – Januar 2015 (Stand: Januar 2016)

Das Konzept der Pflegeversicherung wurde letztmalig vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung (Pflegetagegeld-Rating 2015) einer näheren Betrachtung unterzogen. Dabei galt der Fokus der Untersuchungen 28 Pflegetagegeldversicherungen, die die Versicherungsbranche dominieren. Im Zuge dessen wurden diese gemäß folgender Kriterien näher analysiert:

  • Unternehmensqualität: diese floss zu 25 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: das wurde mit einer Gwichtung von 50 Prozent veranschlagt.
  • Flexibilität: sie wurde mit einem Prozentsatz von 15 gewichtet.
  • Transparenz: diese wurde mit 10 Prozent einbezogen

Ausgangssituation

Bei der Analyse wurde ein verstärktes Interesse bei Menschen im Alter von 30, 45 und 60 Jahren festgestellt. Weiterhin wurde angenommen, dass die Pflegetarife ein Pflegetagegeld in Höhe von 50 Euro in Pflegestufe 3 ermöglichen. Anhänger der Pflegestufe 1  erhalten mindestens 30 Prozent des Tagegeldes, während Versicherungsnehmer der zweiten Pflegestufe 70 Prozent bekommen. Neben dem Pflegetagegeld sind auch weitere Leistungen wie beispielsweise Einmalzahlungen, Demenzleistungen oder die Dynamisierung des Preis-Leistungs-Verhältnisses zum Vertragsgegenstand gemacht worden.

Im Großen und Ganzen haben zehn der 28 Tarife mit herausragenden Ergebnissen aus der Analyse hervorgehen können und erzielten Kritiken von 1,9 oder besser. Hingegen haben die anderen 18 Pflegetagegeldversicherungen Bewertungen von 2,0 bis 3,7 hinnehmen müssen.

Von allen untersuchten Pflegetagegeldversicherungen hat insbesondere das Versicherungskonzept folgender Versicherungen positiv auffallen können:

Platz Anbieter Tarif Note
1 Allianz PflegetagegeldBest 1,3
2 Concordia Pflegetagegeld 1,6
3 Hallesche OLGAflex 1,6
4 HanseMerkur Private Pflegezusatzversicherung 1,6
5 UKV PflegePremium Plus 1,6

Mit der Absicht eine Pflegetagegeldversicherung abschließen zu wollen, die die Voraussetzungen an eine gute Versicherung erfüllt, sollte man dem Empfehlungen der Versicherungsexperten folgen und sich für den Versicherungsschutz der Allianz entscheiden.

Bei Fragen zur Pflegeversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Pflegeversicherungstest aus 2013

pflegeversicherung testAus dem neusten Test der Stiftung Warentest konnten die Hanse Merkur mit dem Tarif PA und die DFV (Deutsche Familienversicherung) mit dem Tarif DFV Flex hervorgehen. Der Test stammt vom Mai 2013 (Ausgabe: 05/2013) und stellt somit die aktuellsten Ergebnisse dar. Eindeutig ist hierbei, dass die ungeförderten Tarife deutlich besser abschließen als die geförderten Tarife. Folgende Bestenliste hat sich ergeben:

Rang Versicherung Bewertung
1 Hanse Merkur sehr gut
2 DFV sehr gut
3 Mecklenburgische gut (1,7)
4 LVM gut  (1,8)
5 BBKK/UNION gut (1,9)
6 UKV gut (1,9)
7 HUK gut (1,9)
8 Debeka gut (2,2)
9 Deutscher Ring gut (2,2)
10 PAX gut (2,2)

Alle Anbieter und Tarife sind in unserem Vergleich enthalten.

Pflegetagegeldversicherung bei Finanztest – Mai 2013 (Stand: Januar 2016)

Das Augenmerk ihrer Analyse legte Finanztest (Ausgabe: 05/2013) auf ungeförderte Pflegetagegeldversicherungen. Im Zuge der Untersuchung wurde genauestens darauf geschaut, inwieweit die angebotenen Pflegeleistungen den tatsächlichen Bedarf im Pflegefall decken. Dabei nahm man die unterschiedlichen Pflegetagegeldversicherungen anhand von zwei Modellkunden unter die Lupe:

  • Modellkunde 1 ist 45 Jahre alt und zahlt einen monatlichen Versicherungsbeitrag von 56 Euro
  • Modellkunde 2 ist 55 Jahre und zahlt monatlich 87 Euro in die Pflegetagegeldversicherung ein.

Im Falle des 45-jährigen Versicherungsnehmers haben sich folgende Tarife als leistungsstarke Testsieger herausgestellt:

Position Anbieter Tarif
1 Württembergische PTPU
2 HanseMerkur PA
3 Allianz PZTB03, PZTE03, PZTA03
4 DFV DFV Deutschland-Pflege
5 Bayerische Beamten-KK PflegePremium Plus

Im umgekehrten Fall des 55-jährigen Versicherungsnehmers haben folgende Versicherungen leistungsstarken Tarifen überzeugt:

Position Anbieter Tarif
1 Württembergische PTPU
2 HanseMerkur PA
3 Allianz PZTB03, PZTE03, PZTA03
4 Axa Flex1-U, Flex2-U,Flex3-U
5 Bayerische Beamten-KK PflegePremium Plus

Staatlich geförderte Tarife im Test

Neben den ungeförderten Pflegetagegeldversicherungen hat sich Finanztest auch staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherungen, die sogenannten Pflege-Bahr-Tarife, angeschaut. Dabei fand die Auswertung der geförderten Tagegeldversicherungen unter Einsatz von drei Modellkunden statt:

  • Versicherungsnehmer im Alter von 45 Jahren
  • Versicherungsnehmer im Alter von 55 Jahren
  • Versicherungsnehmer im Alter von 65 Jahren

Berechnung der späteren Pflegeleistung

Im Vordergrund der Bewertungen stand nicht die Feststellung eines Testsiegers. Stattdessen wurden Berechnungen über die zu erwartenden Leistungen angestellt.

Schließt ein 45-jähriger Versicherungsnehmer einen Pflege-Bahr-Tarif zu einem Versicherungsbeitrag zwischen 10 und 34 Euro ab werden ihm, bei entsprechender Einstufung in Pflegestufe  III, von der Axa, Leistungen in Höhe von 584 Euro ausgezahlt. Im Gegensatz dazu erhält der Versicherte bei der Central einen Leistungsanspruch von 1.946 Euro. Entscheidet sich ein 55-jähriger Versicherungsnehmer für einen Pflege Bahr Tarif, der einen Versicherungsbeitrag zwischen 14 und 57 Euro bereithält, erstattet die Axa in der Pflegestufe III eine Leistungshöhe von 574 Euro. Hingegen haben Versicherungsnehmer der Central einen Leistungsanspruch von 1.923 Euro.

Kombinatorische Form der Pflegetagegeldversicherung im Test

Bei ihrem umfassenden Test zur Pflegetagegeldversicherung hat Finanztest nicht nur einen Blick hinter die Leistungsstärke der ungeförderten und staatlich geförderten Tarife geworfen, sondern auch die kombinatorische Variante durchleuchtet. Hierzu wurden sogenannte Kombinationstarife überprüft, die Pflegetagegeldversicherung mit der staatlichen Förderung kombinieren.

Auf Grundlage der zwei bekannten Modellkunden, konnten im Falle des 45-jährigen Versicherungsnehmer, folgende Testergebnisse festgehalten werden:

Position Versicherung Tarif
1 DFV DFV-DeutschlandPflege Ergänzungsabdeckung und DFV-FörderPflege
2 HanseMerkur PA und PB
3 Bayerische Beamten-KK PflegePremium Plus und FörderPflege
4 UKV PflegePremium Plus und FörderPflege
5 Huk-Coburg PT Premium und PTS 600

Im Gegensatz dazu haben im Falle des 55-jährigen Versicherungsnehmer folgende Versicherungen Leistungsstärke bewiesen:

Position Versicherung Tarif
1 HanseMerkur PA und PB
2 Huk-Coburg  PT Premium und PTS 600
3 Bayerische Beamten-KK PflegePremium Plus und FörderPflege
4 DFV DFV-DeutschlandPflege Ergänzungsabdeckung und DFV-FörderPflege
5 Huk-Coburg PT Premium und PTS 1200

Pflegetagegeldversicherung im Test

In 2011 (Ausgabe: 02/2011) hat die Stiftung Warentest die Angebote der Pflegetagegeldversicherungen bereits untersucht. Im Test stand ein 55-jähriger Mann, der einen monatlichen Beitrag in Höhe von 55 Euro für die private Pflegeversicherung entrichtet. Hier gibt es die besten Versicherungen im Test:

Rang Versicherung Tarif Note
1 Allianz PZT Best 2,0
2 DKV PET 2,3
3 Huk-Coburg PT Premium 2,4
4 LVM PZT-Komfort 2,5
5 Münchener Verein 421 Select Care Pflege 2,6

Auf Grund der guten Leistungen im Test kann die Allianz zum Testsieger bei der Stiftung Warentest gekürt werden.

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Details beim Testsieger für Pflegezusatzversicherungen

Mit der Pflegezusatzversicherung PT Premium konnte die Allianz 2011 Testsieger werden. Sie leistet im Pflegefall folgende Leistungen im Monat:

Ambulante Kostenübernahme bei:

  • Pflegestufe I: 484 Euro
  • Pflegestufe II: 1.024 Euro
  • Pflegestufe III: 1.744 Euro

Stationäre Kostenübernahme bei:

  • Pflegestufe I: 1.744 Euro
  • Pflegestufe II: 1.744 Euro
  • Pflegestufe III: 1.800 Euro

Ab Stufe III entfällt bei der Pflegetagegeldversicherung die Beitragszahlung für die Versicherten. Der Anbieter verzichtet zudem auf eine Wartezeit von drei Jahren. Die Leistungen werden europaweit ohne Nachweis der Pflegebedürftigkeit erbracht.

Pflegeversicherung Test

Pflegezusatzversicherungen bei DISQ im Test – Dezember 2014 (Stand: Januar 2016)

Im Zuge ihrer Analyse (Studie Pflegeversicherung 04.12.2014)  überprüfte das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ), wie es um die Service- und Leistungsqualität der unterschiedlichen Pflegezusatzversicherungen bestimmt ist. Der Test offenbart bei den untersuchten Versicherungen deutliche Mängel in der Kundenbetreuung. Häufig bekamen die Testpersonen unzureichende Informationen am Telefon und erhielten keine Antworten auf ihre versandten Email-Anfragen.

Nach Auswertung der Testergebnisse konnte im Bereich der Pflegetagegeldversicherungen folgende Versicherer überzeugen:

  1. Signal Iduna
  2. SDK
  3. Deutscher Ring
  4. Ergo Direkt
  5. HUK-Coburg

Im Bereich des Pflege-Bahr hat sich folgende Rangfolge ergeben:

  1. Barmenia
  2. Envivas
  3. Central
  4. Signal Iduna
  5. R+V

Bei Betrachtung der ganzheitlichen Analyse haben folgende Pflegeversicherungen ein Gespür für Service bewiesen:

  1. Barmenia
  2. SDK
  3. Ergo Direkt
  4. Envivas
  5. Central

Test für Frauen

Für Frauen ändern sich die Test-Ergebnisse etwas. Zugrunde gelegt wird eine Modellkundin, die 55 Jahre alt ist und einen monatlichen Beitrag in Höhe von 70 Euro entrichtet. Hier sind laut Finanztest folgende Anbieter erste Wahl im Bereich der Pflegezusatzversicherung:

Rang Versicherungstarif
1 DKV PET
2 VGH PTG
3 Allianz PZTBest
4 HanseMerkur PTA
5 Debeka PVZ

Alle Anbieter erhalten im Test ein Finanztest-Qualitätsurteil von gut!

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Gesetzliche Leistungen der Pflegeversicherung im Test

Die gesetzlichen Leistungen orientieren sich an der jeweiligen Pflegestufe:

Die Höhen vom Pflegegeld je nach den Pflegestufen:

  • I: bis zu 235 Euro
  • II: bis zu 440 Euro
  • III: bis zu 700 Euro

Sachleistungen sind Leistungen, die bei Pflegebedürftigkeit für Fachpersonal gezahlt werden:

  • I: bis zu 450 Euro
  • II: bis zu 1.100 Euro
  • III: bis zu 1.550 Euro

In besonderen Härtefällen erhalten die Pflegebedürftigen 1.918 Euro!

Darüber hinaus wird die Höhe der Kostenerstattung auch nach der Art der Pflege definiert. In dem Fall erhalten pflegende Angehörige deutlich weniger Leistungen, als bei Unterbringung in der der ambulanten oder stationären Pflege. Oftmals fallen die tatsächlich angefallenen Pflegekosten deutlich höher aus, als der zugesprochene Leistungsanspruch, sodass zusätzlich vorgesorgt werden muss. Dabei ermöglicht der Abschluss einer zusätzlichen Pflegeversicherung die individuelle Vereinbarung der gewünschten Pflegeleistungen.

Zusätzliche Absicherung bietet einen umfassenden Versicherungsschutz

Die Pflegekostenversicherung hat den Vorteil, dass sie die tatsächlich angefallenen Kosten erstattet. Im Gegensatz dazu sieht die Pflegetagegeldversicherung einen festgelegten Tagessatz vor, der zur individuell genutzt werden kann. Wohingegen die Pflegezusatzversicherung zusätzlichen finanziellen Schutz bietet und Entscheidungsgewalt über den Verwendungszweck einräumt.

Kosten werden nicht gedeckt

Bei der Pflegestufe I zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss von nicht mehr als 1.023 Euro im Monat für Heimkosten. Verwendet wird das Geld jedoch nur für die pflegerische sowie die medizinische Versorgung. Für die Verpflegung und die Unterkunft zahlt die Pflegekasse hingen nicht. Die Betroffenen müssen hierfür mit ihrem persönlichen Vermögen bzw. ihrer Rente selbst aufkommen.

Wenn die Rente nicht reicht

Im Pflegefall müssen in diesem Fall die Kinder für die Pflegekosten aufkommen. Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Kinder dann für ihre Eltern aufkommen, wenn ein Nettogehalt von 1.400 Euro überschritten wird. Eine geeignete Alternative bildet laut Stiftung Warentest daher die sogenannte Pflegetagegeldversicherung.

Unisextarife Versicherungen seit 2013

Seit 2013 dürfen die Versicherungen keine geschlechtsabhängigen Beitragsunterschiede mehr machen. Im Bereich der Pflegezusatzversicherung hat dies zur Folge, dass die Beiträge für Frauen sinken, für Männer allerdings etwas steigen werden. Das gilt bei nahezu allen Personenversicherungen.

Pflegereform und Pflege-Riester

Wer ab 2013 eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, der erhält vom Staat einen Zuschuss von fünf Euro monatlich. Somit sollen die Kosten für die gesetzliche Pflegeversicherung entlastet werden und die Bürger zur Vorsorge angeregt werden. Die einzige Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Versicherungen zertifiziert werden.

Pflegeversicherung von der Raiffeisen-Bank schnell & einfach erklärt

Verfahren bei der Krankenversicherung

Bei der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung sollten die Pflegebedürftigen bzw. die Angehörigen einen Antrag auf die Pflegeversicherung stellen. Die Krankenkasse verschickt anschließend Formulare zu, die ausgefüllt werden müssen. Es wird üblicherweise ein Gutachter kommen und prüfen, ob die Pflegeversicherung nun aufkommen wird. Sollte eine Pflege vorliegen, so wird der bestellte Gutachter die jeweilige Stufe festlegen.

Tipp von Finanztest

Prinzipiell empfiehlt das Magazin Finanztest, dass eine Pflegetagegeldversicherung eine geeignete Absicherung im Pflegefall darstellt. Der Grund hierfür ist, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Vergleich nur einen sehr geringen Teil der anfallenden Kosten übernimmt. Finanztest hat zudem auch Versicherungen für gut befunden, die nicht mehr als 20 Euro monatlich kosten.

 

Fazit

Wer später auf Pflege angewiesen sein wird, der muss entweder mit seinem Privatvermögen oder mit seiner Rente für Unterkunft und Versorgung aufkommen. Ansonsten kommen die Kinder für die Pflegekosten auf. Es empfiehlt sich ein Vergleich der privaten Pflegezusatzversicherung. Laut Finanztest bieten unter anderem die Allianz als auch die DKV gute Bedingungen in Sachen private Pflegeversicherung für die Kunden.

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