Claudia Täubner
Artikel von
Aktualisiert: 14.11.2019

Zahnzusatzversicherung im Test & Tarifvergleich

Aktuelle Tests 2019, Tipps für den Vergleich & kostenloser Tarifvergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Test der Zahnzusatzversicherung der Stiftung Warentest 2019 wurde ein Drittel der getesteten Tarife mit „sehr gut“ bewertet. Überzeugen konnten v. a. die Deutsche Familienversicherung, die Bayerische und Hanse Merkur.
  • Was den Service und die Fairness betrifft, erzielten u. a. Allianz, Barmenia und Signal Iduna sehr gute Ergebnisse im Test 2019.
  • Laut DFSI gehören 2019 Allianz, die Deutsche Familienversicherung und der Münchener Verein zu den besten privaten Krankenversicherern, die eine Zahnzusatzversicherung in Kooperation mit gesetzlichen Krankenversicherungen anbieten.
  • Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zeigten die Hallesche Versicherung und die Alte Oldenburger im Test von Focus Money.
  • Beim Vergleich von Zahnzusatzversicherungen gibt es einiges zu beachten. Dazu gehören z. B. die Wartezeit, die Gesundheitsprüfung aber auch die Höhe der Versicherungsbeiträge.

Zahnzusatzversicherung im Fairness-Test 2019

Service Value hat in Kooperation mit Focus Money bei den Versicherten nachgefragt, wie sie die Schadens- und Leistungsfallregulierung ihres Versicherers bewerten. Die Zahnzusatzversicherung war dabei eine von mehreren Sparten. Im Bereich Zahnzusatzversicherung lagen am Ende Ergebnisse zu 39 verschiedenen Anbietern vor. Mehr als die Hälfte der Versicherer erhielt überdurchschnittliche Beurteilungen und wurde daher mit „gut“ bzw. „sehr gut“ ausgezeichnet.

Das sind die fairsten Zahnzusatzversicherer 2019

  • Allianz
  • Allsecur
  • Alte Oldenburger
  • Axa
  • Barmenia
  • DEVK
  • Deutsche Familienversicherung
  • Die Bayerische
  • Signal Iduna
  • Vigo

In der Umfrage wurden verschiedenen Kriterien beleuchtet.

  • Schnelligkeit bei der Schadensfallbearbeitung
  • Unkomplizierte und transparente Abwicklung von Leistungsanträgen
  • Zuverlässigkeit bei Zusagen und Zahlungen

Mehr als 58.000 Urteile von Versicherten sammelten die Experten über die online durchgeführte Umfrage. Voraussetzung für die Teilnehme war, dass die Versicherten in den letzten drei Jahren mindestens einen Schadensfall bei ihrem Anbieter gemeldet hatten (Quelle).

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Stiftung Warentest zur Zahnzusatzversicherung 2018

Die Stiftung Warentest hat wie bereits in den Jahren zuvor zahlreiche Tarife bewertet und hinsichtlich der gebotenen Konditionen verglichen. Besonderes Augenmerk legten die Prüfer der Stiftung Warentest auf die Erstattung im Bereich Zahnersatz.

Die Bestnote 0,5 erhielten 2018 drei Tarife:

  • Deutsche Familienversicherung  – Zahnschutz Exklusiv
  • Die Bayerische – Zahn Prestige
  • Hanse Merkur – EZL

Die Tarife auf den nächsten Plätzen schnitten kaum schlechter ab:

  • DKV – KDTP100 + KDBE (Note 0,6)
  • Hallesche – Giga.Dent (Note 0,8).

Der Test im Überblick:

  • Im Test wurden 220 Tarife der Zahnzusatzversicherung berücksichtigt.
  • 70 Tarife wurden mit “sehr gut” ausgezeichnet.
  • 66 Tarife sind nach Ansicht der Experten “gut”.

Kooperationstarife zwischen GKV und PKV im Test 2018

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat 2018 im Auftrag von Focus Money einen Test zur Krankenzusatzversicherung erstellt. Im Test sind nur solche Tarife vertreten, die private Krankenversicherer in Kooperation mit gesetzlichen Krankenversicherungen anbieten (Quelle).

Die Analysten legten ihren Fokus dabei auf die vorliegenden Kooperations-Sonderbedingungen. Dazu zählen u. a.:

  • Gibt es Vorteile bei Beiträgen, Leistungen und Service?
  • Besteht ein Kontrahierungszwang?
  • Wer ist der Ansprechpartner im Leistungsfall?

Zahnzusatzversicherungen mit Urteil “hervorragend”

Anbieter Tarif
Allianz (in Kooperation mit AOK Baden-Württemberg) DentalBest (DB02)
Deutsche Familienversicherung (in Kooperation mit KKH) DFV KKH MeinPLUS ZahnSchutz Exklusiv
Deutsche Familienversicherung (in Kooperation mit energie-BKK) ZahnSchutz Exklusiv
Münchener Verein (in Kooperation mit Novitas BKK) Deutsche ZahnVersicherung Premium-Schutz

Zahnzusatzversicherungen mit Urteil “sehr gut”

Anbieter Tarif
ARAG (in Kooperation mit SBK) SBK Dent100
ARAG (in Kooperation mit Bosch BKK) DentalPro Z90Bonus
AXA (in Kooperation mit Hanseatischer Krankenkasse) Dent Premium-U
Bayerische Beamtenkrankenkasse (in Kooperation mit AOK Bayern) AOK-ZahnPRIVAT Premium
R+V (in Kooperation mit R+V BKK) Mitglieder premium (M1U)
Allianz in Kooperation (in Kooperation mit AOK Baden-Württemberg) ZahnBest (ZB02) mit ZahnFit (ZF02)

Zahnzusatzversicherung im Preis-Leistungs-Test 2017

Focus Money hat im Februar 2017 Zusatzpolicen getestet, die den Versicherungsschutz von gesetzlich Versicherten ergänzen. In Kooperation mit der Ratingagentur Franke und Bornberg bewerteten Experten das Preis-Leistungs-Verhältnis von Tarifen und Tarifkombinationen der Zahnzusatzversicherung. Getestet wurden die Tarife für Modellkunden im Alter von 30, 40 und 50 Jahren (Quelle).

Testsieger 2017

Die Hallesche Versicherung war der einzige Anbieter, dessen Tarif-Kombination dentZE.90/dentZB.100 ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bot. Weitere 17 Versicherungen boten zumindest Tarife mit einem sehr gutem Verhältnis von Kosten und Leistungen. Eine davon war die Alte Oldenburger mit ihrer Zahnzusatzversicherung ZE80 und ZB 90.

Kosten der Zahnzusatzversicherung: Anbieter im Vergleich

Die Kosten einer Zahnzusatzversicherung werden vorrangig von drei Faktoren beeinflusst:

  • Alter des Versicherten
  • Gesundheitszustand der Zähne
  • Leistungsumfang

Beispielrechnung zum Vergleich der Kosten

Eckdaten des Versicherten:

  • Gesetzlich versichert
  • Keine fehlenden Zähne
  • Keine Parodontose
  • Keine aktuellen Behandlungen bei Zahnarzt oder Kieferorthopäden
Alter Die Bayerische Inter Deutsche Familienversicherung
Tarif: Zahn Prestige Tarif: Z90 Plus Tarif: ZahnSchutz Premium 80
10 21 Euro 14 Euro 16 Euro
25 25 Euro 19 Euro 19 Euro
40 33 Euro 37 Euro 25 Euro
60 60 Euro 62 Euro 48 Euro
Werte der Tarifkosten sind gerundet. die Auswahl der Anbieter und Tarife stellen keine Empfehlung dar.

Beratertipp von unserem Versicherungsfachmann

»Familienversicherungen gibt es bei Zahnzusatzversicherungen im Sinne einer kostenlosen Mitversicherung nicht. Allerdings können mehrere Personen über einen Vertrag abgesichert werden. Es fallen dann für jeden Versicherten individuell berechnete Beiträge an, aber es gilt für alle der gleiche Leistungsumfang. Individuelle Anpassungen sind möglich, indem man beispielsweise die Deckung von kieferorthopädische Behandlungen an das Alter der Versicherten knüpft. Unter Umständen gewähren die Versicherer auch eine Art Mengenrabatt, wenn die komplette Familie bei dem gleichen Anbieter versichert wird.«

Zahnzusatzversicherungen vergleichen: Das sollten Sie beachten

1. An den individuellen Bedarf anpassen

Wie das Rechenbeispiel zeigt, entwickeln sich die Kosten der Zahnzusatzversicherungen je nach Anbieter und Alter des Versicherten sehr unterschiedlich. Daher ist ein individueller Vergleich anhand der persönlichen Daten unbedingt zu empfehlen. Denn ein Anbieter, der für Kinder oder junge Menschen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, kann für ältere Versicherte eher zu den teureren Anbietern zählen.

Neben den Kosten sollten jedoch auch die Leistungen in den Blick genommen werden. Denn die Ansprüche an eine leistungsstarke Versicherung unterscheiden sich je nach Alter des Patienten. Dies trifft vor allem auf kieferorthopädische Leistungen zu. Diese spielen vor allem für Kinder und Jugendliche eine wichtige Rolle. Erwachsene benötigen hier in der Regel keinen Schutz. Wer auf kieferorthopädische Leistungen im Versicherungsschutz verzichtet, kann außerdem erheblich sparen.

Wer eine Zahnzusatzversicherung sucht, sollte sich im besten Fall vor Vertragsabschluss über den gewünschten Leistungsumfang klar sein. Welche der folgenden Leistungen sind Ihnen wichtig und welche nicht?

  • Prophylaxe / professionelle Zahnreinigung für Erwachsene
  • Patientenanteile aus mehrkostenpflichtigen Füllungen
  • Laborgefertigte Einlagefüllungen (Inlay) aus Gold oder Keramik
  • Implantate (OP-Kosten / inkl. Nebenleistungen, z.B. Knochenaufbaumaterial/ zugehörige Zahnersatzkosten, die als Eigenanteil nach der Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse verbleiben)
  • Verbleibende Restkosten bei Zahnersatz (= Eigenanteil) nach Abrechnung mit der gesetzlichen
    Krankenkasse – auch für Mehrkosten
  • Leistungen wie z. B. keramische Vollverblendungen, zusätzliche Kostenübernahme
    für Edelmetall-, Vollkeramikkronen, Geschiebe bei Brücken oder kombiniertem Zahnersatz,
    zusätzliche Kronen jeglicher Art, wenn sie nicht den GKV-Richtlinien entsprechen etc.
  • Privatleistungen, z. B. Erneuerung von Kronen und Inlays aus rein kosmetischen Gründen, Wurzelkanalbehandlungen außerhalb der GKV-Richtlinien, Vollnarkose etc.
  • Kieferorthopädische Leistungen auch im Erwachsenenalter, z. B. herausnehmbare Platten, festsitzende Multibandapparatur

Anonyme Voranfrage bei Vorerkrankungen

Fehlen Ihnen Zähne oder sind sie bereits in Behandlung, lohnt es sich u. U. die Möglichkeit einer  anonyme Voranfrage zu nutzen. Über eine anonyme Voranfrage können unsere Versicherungsberater bei mehreren Versicherern ein Angebote anfordern und vergleichen, ohne dass Ihre persönlichen Daten erfasst werden. Denn die Anbieter von Zahnzuatzversicherungen reagieren durchaus unterschiedlich auf vorliegende Vorerkrankungen.

Wenden Sie sich gern an uns, wenn Sie hier Unterstützung benötigen.

2. Wartezeit und Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen ehrlich beantworten

Bei Zahnzusatzversicherungen stellen die Versicherer (wie bei anderen Krankenzusatzversicherungen auch) meist Gesundheitsfragen. Anhand der Antworten kalkulieren sie ihre voraussichtlichen Kosten. Auch wenn mit fehlenden Zähnen oder einer vorliegenden Parodontose häufig Beitragszuschläge oder Leistungsausschlüsse verbunden sind, ist es wichtig alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, sonst kann die Versicherung im Schadensfall die Leistung verweigern.

Wartezeiten einkalkulieren

Neben der Gesundheitsprüfung bestehen Versicherer in der Regel auch auf eine Wartezeit. Dies ist die Zeit zwischen Vertragsabschluss und dem Beginn des Versicherungsschutzes. Die Wartezeit liegt je nach Anbieter zwischen drei und acht Monaten. Erst nach dieser Zeit kann der Versicherte die Leistungen der Zahnzusatzversicherung in Anspruch nehmen. Daher sollten Patienten eine Zahnzusatzversicherung rechtzeitig abschließen, damit die Kosten für eine nötige Zahnbehandlung von der Versicherung auch übernommen werden.

Achtung: Zahnärztliche Behandlungen deren Notwendigkeit bereits vor Vertragsabschluss ärztlich bestätigt wurden, sind häufig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

3. Beratungsangebote und Vergleichsrechner nutzen

Wenn Sie Fragen zur Zahnzusatzversicherung haben, wenden Sie sich gern an unsere Fachberater. Lassen Sie sich beraten und einen unabhängigen Vergleich von Zahnzusatzversicherungen erstellen, der auf Ihre persönlichen Umstände und Anforderungen angepasst ist. Alternativ können Sie unser kostenloses Vergleichsformular nutzen und direkt Ihren individuellen Tarif-Vergleich anfordern.

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