Mario Müller
Artikel von
Aktualisiert: 15.07.2020

Tagesgeldkonto im Test & Vergleich

Aktuelle Tests 2020, Tipps für den Vergleich & kostenloser Rechner

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Test der Tagesgeldkonten 2020 hat das DISQ den Finanz-Award verliehen. Diesen haben u. a. die PSA Direktbank und die Renault Bank erhalten.
  • Die Stiftung Warentest verfolgt für ihren aktuellen Test fortlaufend die aktuellen Zinsen und Gebühren für Tagesgeldkonten.
  • Im Test vom DtGV 2019 im Bereich Konditionen von Direktbanken gingen u.a. Volkswagen Bank und ING mit ihren Tagesgeldkonten als Testsieger hervor.
  • Beim Vergleich von Tagesgeldkonten sollten Sie besonders auf die Zinsen schauen. Achten Sie außerdem, dass es keine versteckten Gebühren gibt.

Tagesgeldkonten im Test: Finanz-Award 2020

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat 2020 den Finanz-Award verliehen. Dabei wurden verschiedene Finanzprodukte ausgezeichnet. Neben dem Festgeldkonto auch das Tagesgeldkonto. Im Produktbereich Geldanlage wurden insgesamt 12 Unternehmen ausgezeichnet (Quelle).

Gewinner des Finanz-Award für die besten Tagesgeldkonten 2020

Bank Auszeichnung
PSA Direktbank Bestes Tagesgeld 10.000 €
(Rendite bei 6 Monate Anlagezeitraum)
Neu- und Bestandskunden
Bundesweite Anbieter
Renault Bank direkt Top Tagesgeld 10.000 €
(Rendite bei 6 Monate Anlagezeitraum)
Neu- und Bestandskunden
Bundesweite Anbieter

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Tagesgeldkonten im Test bei Stiftung Warentest 2020

Mitte 2020 hat sich die Stiftung Warentest erneut der Thematik Tagesgeldkonten angenommen und die Zinsentwicklung von 83 Tagesgeldkonten unter strenger Beobachtung analysiert. Dabei haben sie die verschiedenen Tagesgeldangebote bezüglich folgender Auswahlkriterien auf Herz und Niere geprüft:

  • Ausreichende Einlagensicherung: Diese sollte mindestens 100.000 Euro betragen.
  • Keine Lockangebote: Der angebotene Zins soll für einen Anlagebetrag von mindestens 20.000 Euro gelten. Wird Neukunden ein Sonderzins angeboten, muss dieser eine Zinsgarantie von mindestens drei Monaten haben.

  • Keine unechten Zinstreppen: wird aufgrund von Werbezwecken ein verhältnismäßig höherer Zins angeboten, gilt dieser nicht für die Gesamtsumme sondern findet lediglich bei anteiligen Beträgen Anwendung.
  • Keine Nebenkosten: Konten, die für Eröffnung, Führung oder Porto eine Gebühr verlangen, wurden erst gar nicht im Test berücksichtigt. Ebenso dürfen die Angebote nicht an die Eröffnung eines Girokontos mit nachgewiesenem Gehaltseingang geknüpft sein.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden von Stiftung Warentest fortlaufend aktualisiert. Diese sind jedoch nur im Bezahlbereich von test.de einsehbar (Quelle).

Tagesgeldkonto von Direktbanken im Test 2019

Im November 2019 nahm die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) die Leistungen von 7 großen Direktbanken unter die Lupe. Neben der Produktvielfalt, dem Service und der Transparenz wurden auch die Konditionen der verschiedenen Kontoformen geprüft. Dementsprechend trifft der DtGV-Test auch Aussagen zum Bereich Tagesgeldkonto. Die Experten bewerteten das Tagesgeldkonto im Test vor allem hinsichtlich der Zinsen und Gebühren. Die Höhe der möglichen Zinsen liegt für Neukunden zwischen 0,01 % und 0,25 %. Zinsbindung besteht bei den geprüften Banken wenn überhaupt lediglich für Neukunden und auch nur für einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten (Quelle).

Testsieger in der Kategorie Konditionen 2019

Anbieter Note Qualitätsurteil
Volkswagen Bank 1,9 gut
ING 2,5 gut
DKB 2,6 befriedigend

Tagesgeld im Vergleich: Das ist wichtig

Beim Vergleich der Tagesgeldkonten sollten Sparer auch die Einlagensicherung im Hinterkopf behalten. Die Einlagensicherung umfasst sämtliche gesetzliche oder freiwillige Maßnahmen zur Absicherung im Insolvenzfall. Dabei stellt sich Tagesgeld als einer der sichersten Kapitalanlagen heraus, dass durch verschiedene Einlagemechanismen geschützt ist:

Europäische Einlagensicherung

Innerhalb der europäischen Union ist das Tagesgeld bis zu einem Wert von 100.000 Euro pro Kunde abgesichert. Dieser Schutz wird durch den sogenannten Deposit Guarantee Schemes (DGS) gewährleistet, der die Kunden im Verlustfall entschädigt. Dabei hat die Bankenunion festgelegt, dass Sparer innerhalb von 20 Tagen Einlagenzugriff haben. Bis 2019 soll dieser Zeitraum auf 15 Tage reduziert werden und 2024 nur sieben Tage betragen. Heutzutage revolutionieren nicht nur deutsche Banken den Markt der Tagesgeldkonten. Vielmehr haben sich auch Anbieter aus europäischen Ländern, wie Frankreich, Italien, Großbritannien und Holland im deutschen Anlagemarkt einen Namen gemacht. Dabei handelt  es sich um Direktbanken, die mit guten Tagesgeldzinsen und Konditionen werben.

Deutsche Einlagensicherung

Überschreitet die Einlage den europäischen Wert von 100.000 Euro, wird die zweite Stufe der Einlagensicherung aktiv, der sogenannte Einlagenfonds. Dabei sind 30 Prozent der angelegten Kapitalsumme bei den beteiligten Banken garantiert abgesichert. Somit sind Tagesgelder und andere Anlagen in größeren Banken in Milliardenhöhe geschützt. Neu hinzugekommene Banken haften für ihre Kunden bis zu drei Jahren mit einer Summe von 250.000 Euro. Im Gegensatz dazu, sichern sich Genossenschaftsbanken oder die Sparkassengruppe durch eine Institutssicherung ab. In dem Fall können die Regelungen zur Haftung verbindlich oder freiwillig entschieden werden.

Tagesgeld im Vergleich – Kombination aus Sicherheit und Flexibilität

Das Tagesgeldkonto wird bei nahezu allen Banken als sichere Geldanlage angeboten. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei einer Direktbank hat den Vorteil, dass keinerlei Kontoführungsgebühren anfallen. Hierbei sorgt das Online-Banking für eine schnelle Durchführung von Ein- und Auszahlungen auf das Referenzkonto. Als Referenzkonto wird in der Regel das Girokonto des Anlegers genutzt. Auf diese Weise erweist sich das Tagesgeld als eines der komfortabelsten Geldanlagen. Unabhängig von Banköffnungszeiten, kann das Tagesgeldkonto bequem von zu Hause aus verwaltet werden. Ferner zeichnet sich diese Art der Kapitalanlage durch ein hohes Maß an Sicherheit aus. Die hohe Sicherheit ist darauf zurückzuführen, dass die Tagesgeldkonten der Banken mit einer Einlagensicherung gekennzeichnet sind.

Im Vergleich zu anderen Geldanlageformen – Niedrige Renditen als Manko

Im Gegensatz dazu birgt das Tagesgeldkonto auch ihre Nachteile. Eines ihrer größten Makel ist die geringe Guthabenverzinsung. Dieser Tatbestand ist drauf zurückzuführen, dass das Tagesgeld nicht für eine längerfristige Anlagedauer verzinst werden kann. Denn Banken sind dazu verpflichtet, dass das Geld im Falle einer Auszahlung stets zur Verfügung steht. Wer sich für eine höhere Verzinsung seines Guthabens interessiert, sollte die angebotenen Zinssätze am Markt im Auge behalten und die Tagesgeldkonten der Testsieger unter die Lupe nehmen. In dem Fall wirkt sich ein Wechsel durchaus erhöhend auf die Rendite aus. Durch den ständigen Wechsel des Anbieters, profitieren Anleger vom aktuell besten Zinssatz oder höheren Bonuszahlungen. Stiftung Warentest empfiehlt das so genannte Tagesgeld-Hopping sogar. Natürlich bedeutet das, den Markt regelmäßig zu beobachten und bei Bedarf ein neues Tagesgeldkonto zu eröffnen. Im Vergleich der Banken sind die Konditionen genau zu prüfen, um nicht auf Lockangebote hereinzufallen.

Online-Rechner zeigen den besten Anbieter

Der Vergleich von Tagesgeldkonditionen ist mit unserem Tagesgeldrechner schnell und bequem durchzuführen. Der Rechner greift auf die aktuellen Tagesgeldangebote der Banken zu und berücksichtigt dabei die Filial- und Direktbanken. Auch gehen neben den Zinsen noch weitere Konditionen aus dem Vergleich hervor. Er weist die Höhe der Einlagensicherung und die aktuellen Auszeichnungen des Anbieters aus. Zinsgarantien sind im Vergleich ebenfalls angezeigt, damit der Anleger einen schnellen und bequemen Überblick über alle wichtigen Informationen zum neuen Tagesgeld erhält.

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