Maria Capobianco
Artikel von
Aktualisiert: 14.11.2019

Kapitalanlage im Test & Vergleich

Aktuelle Tests 2019, Tipps für den Vergleich & kostenloser Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Test der Kapitalanlage vom DISQ 2018 wurde die Beratungsqualität von Banken getestet. Deutsche Bank, Commerzbank und Berliner Volksbank konnten überzeugen.
  • Bevor man sich für eine Art der Kapitalanlage entscheidet, sollte man seinen Anlegertyp herausfinden: Es gibt sicherheitsorientierte und eher risikobereitere Anleger.
  • Auch können verschiedene Arten der Kapitalanlage unterschieden werden: Sichere Kapitalanlagen sind z. B. Tages- und Festgelder. Risikoreichere – und damit renditestärkere Anlagen – sind Aktien und Fonds.
  • Stiftung Warentest führt regelmäßig ausführliche Tests zur Kapitalanlage durch. Dabei testet das Institut die Bedingungen sowohl von sicheren als auch risikoreichen Anlagen.
  • Möchte man sein Kapital anlegen und vermehren, ist es wichtig, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Im Vergleich von Kapitalanlagen ergeben sich durchaus Unterschiede, die persönlich abgewogen werden müssen.
  • Auch ist es ratsam, sich unabhängige Hilfe zu holen. Wenden Sie sich gern an unsere Finanzexperten oder nutzen Sie unser kostenfreies Vergleichsformular zur Kapitalanlage.

Kapitalanlagen vergleichen: Bestimmung des Anlagetypen

Möchte man sein Vermögen in eine Kapitalanlage investieren, ist es wichtig, sich zunächst einmal für einen Weg der Kapitalmehrung zu entscheiden. Von großem Nutzen ist es dabei, sein Verhalten als Anleger und Sparer gegenüber Kapitalanlagen zu definieren. Dabei lassen sich vier verschiedene Anlegertypen unterscheiden:

Sicherheitsorientierter Anleger: Anleger, die mit garantierter Sicherheit einen Ertrag aus der Kapitalanlage ziehen. Dabei neigen diese weniger zu Risikogeschäften, sodass ihnen keine Verluste widerfahren und sie die totalitäre Kontrolle über ihr Investment besitzen. Sie legen weniger Wert auf die Schnelligkeit der Vermögenszunahme, sondern präferieren lieber eine stetige Weiterentwicklung des Kapitalaufbaus, auch wenn diese klein, aber dafür sicher ist.

Konservativer Anleger: „Safety goes before winnings“. So oder ähnlich lautet die Devise des konservativen Anlegers. Hierbei konzentriert er sich weniger auf die Erzielung von Gewinnen, sondern vielmehr auf die Erhaltung seines Kapitalwertes. Auf seiner To Do Liste steht der Abschluss von festverzinslichen Wertpapieren, die eine ausgezeichnete Kreditwürdigkeit aufweisen. Gerade Wertpapiere sind für den Anleger interessant, um eine langfristige Wertsteigerung der Aktien und eine Ausschüttung von Dividendenzahlungen zu erreichen.

Gewinnorientierter Anleger: Anleger, mit der Absicht, eine hohe Rendite aus seiner Kapitalanlage zu erwirtschaften. Im Gegensatz zu den anderen beiden Anlegertypen liegt der Fokus vielmehr auf der Erzielung von Renditen. Da spielt es für ihn auch keine Rolle, wenn die Investition ein gewisses Verlustrisiko birgt, solange dieses noch übersichtlich ist und nur minimale Kursschwankungen darstellt. Nichtsdestotrotz zeigt er eine Vorliebe für Anlagen mit Sicherheitsgarantie. Verläuft die ausgewählte Anlage ins Minus, setzt er alle Hebel in Bewegung, um sich von ihr zu verabschieden.

Chancenorientierter Anleger: „only winnings“. Dies ist das Motto des chancenorientierten Anlegers. Dahingehend schaut er nur darauf, wie größtmögliche Renditen erzielt werden können. Dieser Anlegertyp charakterisiert sich dadurch, dass er ein gewisses Know-how im Börsengeschäft mitbringt und dadurch Änderungen des Marktes spekulativ vorhersehen kann. Dabei ist es weniger relevant, ob die ausgewählten Kapitalanlagen ein Verlustrisiko beinhalten. Aus diesem Grund konzentriert er sich auf Alternativen mit geringer Marktkapitalisierung aber dafür hohem Wachstumspotenzial.


Wichtige Kriterien einer Kapitalanlage

Rentabilität, Sicherheit und Liquidität: Dies sollte eine Kapitalanlage idealerweise bieten. Doch alle drei Kriterien lassen sich häufig nicht vereinbaren. Anleger müsse daher abwägen, welcher Bereich für einen selbst am wichtigsten ist. Doch was bedeuten die Kriterien für den Anleger?

Rentabilität: Rentabilität meint die Summe, die als Ertrag auf dem jeweiligen Konto verzeichnet ist. Diese lassen sich in zweierlei Hinsicht darstellen. Zum einen als laufende Erträge, die uns in Form von Zinsen, Dividenden oder Mieterträgen zufließen und zum anderen als Wertzuwachs, den wir durch die Investition abzüglich der Kosten erwirtschaften.

Sicherheit: Mit einer sicheren Anlage beabsichtigt der Anleger den Wert des eingesetzten Kapitals zu erhalten und keine Verluste zu schlucken. Jedoch ist keine Anlage vor Risiken sicher, sodass die Rendite einer Anlage vom Kursrisiko und der Kreditwürdigkeit des Schuldners abhängt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Kapital in mehrere Anlagemöglichkeiten zu investieren.

Liquidität: Anleger präferieren lieber Kapitalanlagen, die sie schnell wieder zu Geld machen können. Dabei stehen vor allem Aktien hoch im Kurs, da diese schnell veräußert werden können. Aber auch Sparguthaben eignet sich sehr als liquidierbare Kapitalanlage.

Kapitalanlagen im Test 2018: DISQ überprüft Qualität der Anlageberatung in Banken

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) untersuchte anhand von Beratungsgesprächen die Qualität der Anlageberatung in Banken. Inhalt der Bewertung war unter anderem die Kompetenz der Mitarbeiter, ihre Kommunikationsfähigkeit, Diskretion und die Fähigkeit der Bankangestellten, den individuellen Kundenbedarf zu erfassen. Auch die Angebotsunterlagen wurden untersucht. Die Experten des DISQ unterschieden dabei zwischen den allgemeinen Beratungsunterlagen und dem ausgehändigten Beratungsprotokoll. Getestet wurden sechs überregionale Universalbanken und die jeweils größten regionalen Institute in Berlin, München und Hamburg (Quelle).

Der Testergebnis 2018

Insgesamt konnten alle getesteten Banken überzeugen. Kein Unternehmen schnitt schlechter als „gut“ ab. Die Stärken der Bankberater liegen in ihrem kompetenten und freundlichen Auftreten. Auch über die Risiken der verschiedenen Produkte wurde aufgeklärt. Lediglich beim Thema Aktien besteht Verbesserungsbedarf. Leider waren die Beratungen häufig eher oberflächlich. Das hat zur Folge, dass die Vorschläge nicht immer zu den Kundenwünschen passten.

Drei sehr gute Banken

  • Deutsche Bank
  • Commerzbank
  • Berliner Volksbank

Als Fazit stellt das DISQ fest, dass die Erstberatung der Banken sehr gut ist. Allerdings sollten die Bankkunden vor der endgültigen Entscheidung ein zweites Beratungsgespräch vereinbaren.

Steht die Entscheidung für eine Kapitalanlage fest, lassen sich verschiedene Möglichkeiten finden, um diese zu realisieren. Doch längst nicht jede Kapitalanlage ist für jeden Anlagetypen sinnvoll. Daher kann man zwischen sicheren und renditestarken Kapitalanlagen unterscheiden.

Sichere Kapitalanlagen

Festgeld: Dabei handelt es sich um Kapitalanlagen, die auf eine mehrjährige Anlage des Vermögens ausgelegt ist. Die erwarteten Gewinne bei Festgeld können in zweierlei Hinsicht in die Hände des Anlegers gelangen. Zum einen hat er die Option, sich diese jährlich auszahlen zu lassen. Andernfalls hat er die Möglichkeit, diese als Gutschrift auf dem Festgeldkonto zu hinterlassen und damit in die favorisierte Position eines Zinseszinseffektes zu gelangen. Hierbei muss sich der Anleger um nichts kümmern, da die Anlage bei nicht rechtzeitiger Kündigung weiter angelegt und damit fest bleibt.

Sparbriefe: Dies sind Wertpapiere, die jedem Anleger als Sparoption zur Verfügung stehen. Sie müssen in der Regel am Laufzeitende nicht gekündigt werden und haben drei Abschlussmöglichkeiten: Ein Anleger kann sich dazu entschließen, dass die Zinsen jährlich, in abgezinster Form oder am Ende der Laufzeit kumulativ mit der Summe des angelegten Kapitals ausgezahlt werden.

Tagesgeld: Tagesgeldkonten sind besonders geeignet für all diejenigen, die während der Anlage ihres Kapitals noch Zugriff darauf haben wollen. Der Vorteil liegt in der unbegrenzten Verfügung des eigenen Vermögens, der jedoch von der unmittelbaren Zinsänderung geschwächt wird. Die Anlage in Tagesgeld ist sehr simpel, da der Anleger seine Bank anweist, eine gewisse Summe von dem Girokonto auf das Tagesgeldkonto zu transferieren.

Festverzinsliche Wertpapiere: Diese haben den Charakter eines Darlehen. Denn anders als bei Aktien akquiriert der Anleger keinen Anteil am Eigenkapital des Unternehmens, sondern gewährt diesem Fremdkapital, welches samt Zinsen zurückgezahlt wird. Dabei haben sie eine langfristige Laufzeit und werden an der Börse gehandelt.

Kapitalanlage im Test 2019: Stiftung Warentest untersucht sichere Geldanlagen

Vor dem Hintergrund der erwünschten Zinserträge hat die Stiftung Warentest 2019 insgesamt 752 Festgelder und Sparbriefe sowie 88 Tagesgelder genauer unter die Lupe genommen. Dahingehend wurden auch nur Angebote in die Bewertung mit einbezogen, die folgende Voraussetzungen erfüllen konnten:

Ausreichende Einlagensicherung: Es fielen nur Banken in die Bewertung, die eine Einlagensicherung von mindestens 100.000,00 € gewährten und auch nur diejenigen europäischen Kreditinstitute, die sich auch in wirtschaftlichen Krisen bewiesen haben.

Keine Lockangebote: Der enthaltene Zins muss für eine Sparsumme von 20.000,00 € gültig sein.

Zinsgutschrift: Die erwirtschafteten Zinsen sollten entweder jährlich ausgezahlt oder dem entsprechenden Sparkonto gutgeschrieben und verzinst werden.

Die kompletten Testergebnisse der Untersuchung von 2019 können leider nur im Bezahlbereich von Stiftung Warentest eingesehen werden (Quelle und Quelle).

Risikofreudige Kapitalanlagen

Aktien: Mit der Anlage in Aktien erwirbt der Anleger Anteile eines Unternehmens. Diese Anlage weist ein markantes Risiko auf, denn je nach Marktentwicklung kann der Wert der Aktie sehr volatil schwanken. In dem Fall bringt sie dem Anleger entweder ein Minusgeschäft ein oder er profitiert von der langersehnten Gewinnsteigerung durch Auszahlung einer Dividende.

Aktienfonds: Wird das Vermögen in Aktienfonds investiert, betrifft die Anlage nicht nur eine einzelne Aktie, sondern branchenübergreifend mehrere Aktienmärkte. Dadurch verringert der Anleger sein Verlustrisiko größtenteils, da die Aktienmärkte unterschiedliche Entwicklungen aufzeigen.

Genussscheine: Soll mit der Kapitalanlage ein sehr hohes Risiko eingegangen werden, entscheidet man sich in der Regel für Genussscheine. Sind positive Marktentwicklungen zu verzeichnen, können sehr gute Zinsen/Gewinnbeteiligungen erzielt werden. Rücken die Marktentwicklungen jedoch in den Schatten, droht dem Anleger, dass er nicht nur die Zinsen, sondern auch sein gesamtes Kapital verliert. Zwar werden die Zinsen garantiert, jedoch gibt es für das Kapital kein zurück mehr. Sobald das Unternehmen Konkurs ist, ist auch das investierte Vermögen weg.

Zertifikate: Mit Zertifikaten betreibt man eine Anlage in Wertpapiere, die stark von der Entwicklung an der Börse, aber auch vom Unternehmenserfolg abhängig ist. Dabei stehen dem Anleger verschiedene Optionen zur Auswahl. Denn er investiert nicht nur in eine einzelne Aktie, sondern auch in die Unternehmensaktivität, genauer in die Strategie. Jedoch ist das Zertifikat auch mit einem hohen Risiko ausgestattet. Geht das jeweilige Unternehmen pleite, ist auch hier das investierte Kapital dahin. Aus diesem Grund sollten nur diejenigen damit handeln, die auch eine gewisse Passion zu Börsen und Risikoanlagen haben.

Kapitalanlage im Test: Stiftung Warentest prüft Entwicklung von risikoreichen Kapitalanlagen

Die Aktienfonds sind im Juni 2014 von der Stiftung Warentest untersucht worden. Dabei wurde der Fokus speziell darauf gelegt, ob sie Erfolgsgebühren haben und wie sich diese zusammensetzen. Diese Untersuchung ist zwar bereits einige Jahre alt, jedoch kann sie dennoch als erste Orientierung dienen (Quelle).

Dabei wurden die Fonds anhand folgender Kriterien überprüft:

  • Kosten: die Kosten beinhalten nicht die zu ermittelnde Erfolgsgebühr.
  • Erfolgsgebühr: Betrachtung der Erfolgsgebühr der ersten fünf Jahre.
  • Gestaltung der Erfolgsgebühr: diese setzt sich zum größten Teil aus Erfolgsmaßstab und Erfolgsvergütung zusammen. Der Erfolgsmaßstab bemisst sich an der Rendite. Die Erfolgsvergütung legt hingegen fest, wie viel Mehrwert der Rendite gegenüber dem Benchmark an die Fondsgesellschaft geht.
  • Berechnungszeitraum: Je kürzer der Zeitraum für die Berechnung der Erfolgsgebühr ist, desto mehr muss der Anleger zahlen.

Das Testergebnis der Stiftung Warentest

Bei Betrachtung der verschiedenen Euroländer war zu erkennen, dass Griechenland sich nach Einbruch der Wirtschaftskrise erholt hatte und im Bereich der Aktien einen Anstieg von 50 % verzeichnete. Jedoch kämpften andere EU Länder mit Verlusten bei den Aktienindizes. Haben Anleger die Absicht in Aktien zu investieren, sollten sie sich in den Indizes MSCI EMU, EMU und Euro Stoxx aufhalten. Zudem sollten Anleger sich auf Unternehmen konzentrieren, die global ausgerichtet sind und von einem markanten Wirtschaftswachstum profitieren. Dabei ist vor allem der europäische Markt in Erwägung zu ziehen, da er als Wachstumsmotor betrachtet wird.

Dahingehend konnten folgende Aktienfonds gewinnbringende Aussichten stellen:

  • iShares MSCI World Ucits ETF (Inc.)
  • Acatis Aktien Global UI A
  • Allianz GI Best-In-One-World P
  • Allianz GI Fondis
  • Allianz Global Equity Dividend A EUR

Alle genannten Aktienfonds zeichneten sich durch überdurchschnittliche Ergebnisse aus. iShares MSCI World Ucits ETF Inc. und Acatis Aktien Global UI A hatten den Charakter, dass es sich um ausschüttende Modelle handelt. Zudem erzielten sie eine wesentlich höhere Zinsentwicklung innerhalb von fünf Jahren als die anderen Kandidaten. Währenddessen handelte es sich bei den Fonds der Allianz um thesaurierende Modelle, die die erwirtschafteten Zinserträge einbehalten und dem Fondsvermögen zugeteilt werden. Dabei konnten diese besonders attraktiv für den Anleger sein, weil deren Erfolgsgebühr sehr gering war. Wer dennoch keine Erfolgsgebühr in Kauf nehmen wollte, sollte auf ETFs umsteigen. Denn diese bilden die Entwicklung eines Marktes ab und verlangen keine Erfolgsgebühr.

Fazit: Die richtige Kapitalanlage finden

Ganz gleich, um welchen Anlagetypen es sich handelt: Es ist immer besser, sich im Vorfeld über die verschiedenen Möglichkeiten einer Kapitalanlage genauestens zu informieren. Je nach Anlageart hat man als Anleger auch die Möglichkeit, sich die verschiedenen Anbieter im Detail anzuschauen und diese mithilfe eines Vergleichsrechners noch genauer und differenzierter unter die Lupe zu nehmen.

Weiterhin sollte man sich als Anleger eingehend mit dem Thema Geldanlage und Vermögensverwaltung beschäftigen – und auch über das Unternehmen oder Projekt, in das man investieren möchte. Dazu kann es hilfreich sein, sich einen Berater an die Seite zu stellen, der über alle relevanten Einzelheiten Bescheid weiß. Wenden Sie sich hierzu gern an uns. Unsere Finanzexperten im Bereich der Geldanlage beraten Sie gern und finden mit Ihnen gemeinsam eine Lösung, Ihr Kapital richtig anzulegen. Sie erreichen uns unter 030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Nutzen Sie auch gern unser kostenfreies Vergleichsformular.

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