Maria Capobianco
Artikel von
Aktualisiert: 27.04.2017

Stromanbieter Test

Stromanbieter Test. Das verstärkte Interesse für die neuesten und modernen Technologien versetzt uns in die Situation schnellstmöglich in ihren Besitz zu gelangen und von ihrer Applikationsvielfalt im hohen Maße, ständig und überall, zu profitieren. Dieses stetige Verlangen nach dem Up to Date Modus setzt voraus, dass die genutzten Endgeräte mit genügend Energie ausgestattet sind. Damit entstehen den Verbrauchern horrende Stromkosten, die im ersten Schritt zur Umstellung der Lebensgewohnheiten verleiten. Jedoch kann man eine Veränderung der Lebensgewohnheiten mit dem Wechsel des Stromanbieters unterstützen.

Stromanbieter im Test (Stand: 03/2017)

Das Deutsche Institut für Service-Qualität veröffentlicht jährlich einen Stromanbieter Test. Aus der aktuellen Erhebung, die Mitte März 2017 veröffentlicht wurde, geht hervor, dass es enorme Preisunterschiede gibt. Wer vom teuersten zum günstigsten Anbieter wechselt, kann unter Umständen rund ein Viertel seiner Kosten einsparen.

Das DISQ verglich Konditionen und Servicequalität von 31 regionalen und überregionalen Stromanbietern (auch Ökostrom).  Das Gesamtergebnis setzt sich aus den Ergebnissen der Serviceanalyse (40 Prozent) und der Konditionenanalyse (60 Prozent) zusammen. Die Konditionen wurden anhand von Kosten und Vertragsbedingungen bewertet. Die Servicequalität prüften Testnutzer mittels verdeckt durchgeführter Telefon- und E-Mailtests. Auch die Internetseiten der verschiedenen Anbieter wurden ausgewertet.
Das Ergebnis ist sehr durchwachsen. Nur ein Anbieter (Montana) erhält im Gesamtergebnis ein „sehr gut“ als Qualitätsurteil. Neun Stromanbieter schließen mit „gut“ ab, elf sind nach Ansicht der Tester „befriedigend“ und ganze sieben kommen über das Urteil „ausreichend“ nicht hinaus (Quelle).
Die Teilergebnisse im Bereich Konditionen sind etwas besser. Nach Ansicht der Analysten bieten sechs Anbieter sehr gute Konditionen.

Die überregionale Anbieter mit sehr guten Konditionen

  • Montana
  • Kiss me green (E:Veen)
  • EVD Deutschland
  • Eprimo
  • Grünwelt Energie
  • Enstroga

Stromanbieter Test – DISQ hat getestet (2014)

Stromanbieter TestAufgrund der steigenden Strompreise hat das Deutsche Institut für Servicequalität 34 regionale und überregionale Stromanbieter der Gebiete Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main im Hinblick auf Service und Konditionen einer näheren Betrachtung unterzogen. Damit ein repräsentatives Ergebnis am Ende vorlag wurde der Teil „Service“ mithilfe eines Mystery-Tests untersucht. Demnach wurden verdeckte Anfragen an Interessenten via E-Mail und Telefon übermittelt. Ferner hat man sich die Internetpräsenz der Stromanbieter angeschaut und, mithilfe einer Inhaltsanalyse und zehn Prüfungen, ihre Funktionalität hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit und dem dargestellten Inhalt bewertet. Neben dem Service wurden auch den angebotenen Tarife und Vertragsbedingungen große Aufmerksamkeit geschenkt. Dahingehend wurden die verschiedenen Stromtarife und Vertragsbedingungen der einzelnen Versorger untersucht.

Testergebnisse und Rankings

Bei Betrachtung der Stromtarife im Einzelnen ließen sich bemerkenswerte Differenzen zwischen den Anbietern feststellen. Insbesondere Bewohner der Städte Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main müssen tiefer in die Geldbörse greifen um einen uneingeschränkten Zugang zu Strom zu erhalten. Lediglich in München erwies sich der Strompreis als stabil. Der Test hat ergeben, dass mit einem Wechsel von dem örtlichen Grundversorger zum günstigsten Anbieter ein Preisersparnis von 17 % realisiert werden kann, im Bereich des Ökostroms sogar 19 %. Auch wenn mit dem Wechsel ein langsames Schrauben am Gesamtpreis erwirkt wird, zahlt sich dieser nicht unbedingt in allen Bereichen aus. Mit dem Wechsel zum günstigsten Anbieter haben Kunden mit einer weniger freundlichen und kundenorientierten Arbeitsweise, seitens der Versorger, zu kämpfen. Oftmals erhielten sie im Gegenzug Vertragsbedingungen, die nicht zu ihren Gunsten ausgelegt waren und mit fehlender Preisgarantie und langer Laufzeiten ein Manko darstellten. Aus diesem Grund sollte das Augenmerk ebenfalls auf die Kundenorientierung des Stromanbieters gelegt werden.

Insgesamt konnten alle untersuchten Stromanbieter mit einem befriedigenden Resultat hinsichtlich der Servicequalität aus der Untersuchung gehen, jedoch ließen sich deutliche Diskrepanzen bei den abgegebenen Bewertungen feststellen. Von denen in der Grundgesamtheit stehenden Stromanbieter konnten 13 Unternehmen mit guten Bewertungen aus dem Test hervorgehen, lediglich zwei Anbieter mussten harsche Kritiken und somit mangelhafte Ergebnisse einstecken. Dabei stand insbesondere die Auskunftserteilung in der Kritik. Häufig übten die zuständigen Mitarbeiter ihre Informationspflicht nicht ordnungsgemäß aus, sodass die Verbraucher nicht vollständig über ihre Fragen aufgeklärt wurden. Dieser Mangel setzt sich wie ein roter Faden weiter fort und war ebenfalls im Service zu erkennen: Im Laufe der Erhebung wurde ein Fünftel der E-Mail-Anfragen nicht beantwortet.

Stromvergleich mit dem Verivox Energie-Tarifrechner – ausgezeichnet von Stiftung Warentest zum besten Energie-Tarifrechner (September 2013)

Schaut man sich die Ergebnisse im Einzelnen an konnte für den Bereich „Strom überregional“ folgendes Ranking aufgestellt werden:

Platz Anbieter
1. DEW21
2. 123energie
3. Stadtwerke Flensburg
4. Vivi-power
5. Extraenergie
6. Team Energie
7. Die Energieversorger
8. E – wie einfach
9. EnQu
10. Entega

Mit Blick auf die Stromanbieter der Sparte Ökostrom hat sich folgende Rangposition ergeben:

Platz Anbieter
1. Stadtwerke Flensburg
2. 123energie
3. Entega
4. Team Energie
5. Schotten Energie
6. Logoenergie
7. Energrün (Firstcon)
8.  Tchibo Energie
9. Naturstrom
10. Enstroga

Testsieger

beste stromanbieterIm Bereich der überregionalen Stromanbieter konnte sich DEW21 als Testsieger behaupten. Sie konnte vor allem im Service durch eine kundenorientierte Arbeitsweise überzeugen. Die Verbraucher bekamen nicht nur ausführliche Informationen auf all ihre Fragen, sondern auch die Erreichbarkeit der Hotline war einwandfrei. Des Weiteren wurden ihre Vertragsbedingungen als sehr kundenfreundlich eingestuft, deren Tarife zu erschwinglichen Preisen abgeschlossen werden können.

Im Segment Ökostrom haben die Stadtwerke Flensburg das Rennen für sich entscheiden können. Sie zeichnen sich durch einen günstigen Tarif aus, der anders als erwartet, kundenfreundliche Bedingungen und eine Preisgarantie zum Vertragsgegenstand macht. Zudem können sich Kunden auf einen guten Service verlassen.

Schaut man sich verstärkt den Bereich Service an, hat Entega durch eine hervorragende Kundenorientierung hervorstechen können. Besondere Anerkennung verdient ihre Internetpräsenz, die neben der ausführlichen Informationsdarstellung auch die Option zum Tarifvergleich mit dem Grundversorger bietet. Zudem kann sie sich mit durchweg guten Ergebnissen hinsichtlich des Services via E-Mail oder Telefon von den anderen Anbietern abheben.

Mit Fokus auf die Vertragsbedingungen hat vor allem 123energie, sowohl im Bereich Strom als auch Ökostrom, hinsichtlich ihrer Tarife aus der Menge herausragen können.

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Wie können die Kosten beim Stromverbrauch eingespart werden?

Mit den jährlich ansteigenden Strompreisen fragt man sich immer mehr wie sich der Stromverbrauch minimieren lässt ohne gänzlich auf die Zufuhr von Strom zu verzichten. Deswegen ist es sinnvoll sich einiger Ratschläge anzunehmen, die eine Reduktion des Stromverbrauches versprechen:

Elektrogeräte: damit eine Reduktion des Stromverbrauchs erzielt werden kann, sollte man beim Kauf von Kühlschränken & Co. darauf achten, dass sie mit der Effizienzklasse A+ bis A+++ ausgestattet sind.

Abschalten statt Standby: sofern elektronische Geräte nicht mehr genutzt werden, sollten diese abgeschaltet werden und nicht im Standby Modus verbleiben. Auch nach Entfernen des Ladekabels sollte dieses aus der Steckdose entnommen werden um keinen unnötigen Stromfluss zu erzeugen.

Kochen mit Deckel: grundsätzlich sollte beim Kochen immer der passende Deckel auf den Topf positioniert werden um Energie zu sparen.
Wasserkocher statt Herdplatte: beim Kochen sollte das zu nutzende Wasser zunächst im Wasserkocher erhitzt werden. Dies ist nicht nur schneller sondern auch energiesparender.

Kühlschranktemperatur: Lebensmittel sollten mit einer Temperatur von 6 bis 7 Grad gelagert werden. Für die Gefriertruhe ist eine Temperatur von minus 18 Grad vorgesehen. Zudem sollten Kühlschränke an kälteren Stellen platziert werden.

Energie sparen beim Waschen: um möglichst energieeffizient zu waschen sollte auf jegliches Sparprogramm verzichtet werden und stattdessen mit 40 Grad gewaschen werden.

Volle Spülmaschine: die Spülmaschine nur betätigen, wenn sie möglichst voll ist. Ferner sollte mit dem Sparprogramm gespült werden.

Ein kurzer Videobeitrag zum idealen Stromanbieter

Was ist bei einem Wechsel zu beachten?

Möchte man seine jetzigen Lebensgewohnheiten aufgrund der steigenden Preise nicht ändern und beabsichtigt den Wechsel des Stromanbieters sollten einige Kriterien beachtet werden:

Vorbereitung: mit der Absicht den Strompreis zu senken, sollte zunächst der Stromverbrauch ermittelt und die Entscheidung über den Wechselzeitpunkt entschieden werden.

Anbieter auswählen: man sollte sich eingehend über die verschiedenen Stromanbieter und ihre Tarife informieren und, mithilfe eines Online Rechners, die zahlreichen Tarifoptionen vergleichen.

Fristen und Laufzeiten: ist der gewünschte Tarif gefunden, sollte auf die Kündigungsfrist geachtet werden. Diese sollte möglichst kurz sein um keinen Nachteil für den Verbraucher darzustellen. Dabei erweisen sich Verträge mit einer Laufzeit von über einem Jahr als sehr attraktiv. Jedoch sollten diese mit einem Sonderkündigungsrecht ausgestattet sein um eventuellen Preiserhöhungen zu entkommen.

Angebotsfalle: um möglichst viele Neukunden zu gewinnen, erhöhen Anbieter die Attraktivität ihrer Stromtarife indem sie sie als Package anbieten. In dem Zusammenhang verpflichtet sich der Verbraucher zum Kauf vertraglich vereinbarter Kilowattstunden zu einem vorgegebenen Preis. Doch erweisen sich diese Lösungen als nicht sehr rentabel. Liegt der Verbrauch unter der vertraglich vereinbarten Kilowattsumme, erhält der Verbraucher keine Rückerstattung. Sollte er im Monat mehr verbrauchen als vereinbart, muss er mit Zuzahlungen rechnen. Insgesamt eine sehr zwielichtige Geschichte für den Kunden. Wer dennoch Interesse an einem Strompaket hat, sollte sich das Kleingedruckte genau durchlesen.

Kündigen und Nutzung des Services: die Kündigung des bisherigen Stromanbieters sollte man nicht selbständig tun sondern lieber dem neuen Anbieter überlassen. Denn mit der Entscheidung und Unterschrift bevollmächtigt man den neuen Anbieter dazu, das gegenwärtige Vertragsverhältnis zum bisherigen Stromanbieter zu kündigen und ihn beim Netzbetreiber umzumelden.

Vertragsbeginn: mit der Entscheidung für einen Stromanbieter erfolgt die Antragsstellung relativ zügig. Spätestens nach Ablauf von 14 Tagen sollte der Vertrag bestätigt vorliegen und auch ein Liefertermin festgelegt worden sein.

Fazit

Wer nicht weiter zusehen will, wie sich die Stromrechnung trotz stetigen Verbrauchs erhöht, sollte sich für einen Wechsel des Stromanbieters entscheiden. Jedoch zeigt der Test, dass nicht nur Preis sondern auch Leistungen mit in die Entscheidung einbezogen werden sollten. Dahingehend kann ein Vergleich bei der Suche nach dem passenden Stromanbieter sehr unterstützend sein. Jedoch findet sich im Bereich des Stroms kein Anbieter, der gleichzeitig einen guten Tarif und zahlreiche Serviceleistungen anbietet. Demzufolge muss jeder Verbraucher für ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den beiden Kriterien sorgen um einen fairen Stromanbieter ausfindig zu machen. Andererseits wird, bei übermäßigem Stromkonsum, auch ein Anbieterwechsel keinen bedeutenden Beitrag zum Senken der Stromkosten leisten. Aus diesem Grund sei jedem zu raten, energiebewusster mit Strom umzugehen und dieses Energiebewusstsein auch in seine Lebensgewohnheiten zu integrieren.