Mario Müller
Artikel von
Aktualisiert: 08.03.2017

Dread Disease Versicherung Test

Die Dread Disease Versicherung kann interessant sein, um das Risiko einer schweren Erkrankung zu versichern. Übersetzt bedeutet Dread Disease Versicherung „Schwere-Krankheit-Versicherung“. Der Versicherer leistet eine Einmalzahlung, wenn die versicherte Person an einer der im Versicherungsumfang festgelegten Erkrankungen leidet. Der Dread Disease Versicherung Test zeigt, für wen sich diese Art der Vorsorge eignet .

Was bedeutet Dread Disease?

Aus dem Englischen übernommen steht der Begriff „Dread-Disease“ für schwere Krankheiten. Bei dieser Art der Versicherung wird dem Versicherungsnehmer eine Einmalzahlung ausgezahlt, wenn eine der vertraglich vereinbarten Krankheitsbilder bei ihm auftreten. Zu den Krankheiten zählen zum Beispiel:

  • Krebs
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Verlust der Hör- und Sehfähigkeit

Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt keine Auszahlung einer monatlichen Rente. Darüber hinaus haben Versicherungsnehmer auch dann Anspruch auf die Einmalzahlung, wenn die ausgewiesene Krankheit keine Berufsunfähigkeit zur Folge hat. Im Falle der Dread Disease Versicherung kommt es lediglich auf das Eintreten der Erkrankung an.

Bei Fragen zur Dread Disease Versicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Versicherungsschutz der Dread Disease Versicherung

Je nach abgeschlossenen Versicherungsvertrag differenziert sich der Umfang der zu versichernden Erkrankungen. Grundsätzlich sind Volkskrankheiten wie Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt im Versicherungsschutz der Dread Disease Versicherung enthalten. Daneben gehören aber auch Alterskrankheiten wie Alzheimer, Demenz oder Parkinson zu den Versicherungsinhalten einer Dread Disease Versicherung

Sofern eine der genannten Krankheitsbilder ärztlich festgestellt wird, erhält Versicherte die vereinbarte Versicherungssumme und der Vertrag erlischt mit sofortiger Wirkung. Tritt der Fall ein, dass der Geschädigte an den Folgen er Erkrankung stirbt, wird den Hinterbliebenen eine Versicherungssumme zwischen fünf und 100 Prozent ausgezahlt.

Eine Einmalzahlung für Erkrankte soll Hilfe gewährleisten

Mit dem Abschluss der Dread Disease Versicherung sind die Krankheiten genau festgelegt, bei deren Diagnose eine Einmalzahlung geleistet wird. So sind Krebs, Schlaganfall, Parkinson oder Alzheimer wesentliche Erkrankungen, gegen die man sich mit der Dread Disease Versicherung schützen kann. Anders als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist es für den Eintritt des Versicherungsfalls unerheblich, ob der Versicherte weiter arbeiten kann. Im Gegensatz zur Unfallversicherung (Unfallversicherung Test) muss bei der Dread Disease Versicherung auch kein Unfall nach definierten Maßgaben vorliegen, damit der Versicherer leisten muss. Wissen muss man allerdings, dass die Dread Disease Versicherung recht teuer sein kann. Daher lohnt sich ein Tarifvergleich besonders. Außerdem greift sie nur bei rund 25 genau definierten Krankheiten. Ist sie als Fondsversicherung konzipiert, kann sich die Höhe der Einmalzahlung in Abhängigkeit vom Wert der Fondsanteile reduzieren.

 

Die Höhe des Versicherungsbeitrags hängt von unterschiedlichen Faktoren ab

Die Höhe der Versicherungsbeiträge ist abhängig von dem Einkommen und dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers. Entscheidet man sich für eine Dread Disease Versicherung sollte bedacht werden, dass die Versicherungssumme etwa vier bis fünf Jahresnettogehälter bereithält.

Beispiele zur Berechnung der Versicherungsbeiträge

Entschließt sich ein 30-jähriger Versicherungsnehmer zum Abschluss einer Dread Disease Versicherung, die eine Laufzeit von 35 Jahren und eine Versicherungssumme von 100.000 Euro festlegt, müsste er pro Monat einen Versicherungsbeitrag in Höhe von 50 Euro zahlen.

Im Gegensatz dazu müsste ein 50-jähriger Versicherungsnehmer bei gleichbleibenden Bedingungen einen Versicherungsbeitrag von monatlich 130 Euro entrichten. Dabei ist der höhere Ausweis des Versicherungsbeitrags auf das fortgeschrittene Alter zurückzuführen.

Verbraucherschutz mit unterschiedlicher Meinung im Dread Disease Test

Von den unabhängigen Testorganisationen wie Stiftung Warentest oder Öko-Test wird die Dread Disease Versicherung unterschiedlich beurteilt. Während einige Institutionen die Schwere-Krankheiten-Versicherung als sinnvolle Ergänzung des privaten Portfolios erachten, stehen sie andere Experten aufgrund ihrer Kosten und ihrer eingeschränkten Anwendung skeptisch. Sinnvoll kann sie sein, wenn Schlüsselpersonen in einem Unternehmen abzusichern sind. So bietet sich die Dread Disease Versicherung an, wenn ein Einzelunternehmer keine Leistung aus einer gesetzlichen Rentenversicherung im Fall einer Erwerbsminderung erhält.

Dread-Disease-Versicherung bei Stiftung Warentest 2016

Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat sich im Mai 2016 ausgiebig mit dem Thema Absicherung des Arbeitseinkommen beschäftigt. Im Rahmen dieser Studie (Finanztest, Ausgabe 7/2016) warfen die Tester auch einen prüfenden Blick auf die Tarife der Dread-Disease-Versicherung. Dafür forderten sie die jeweils günstigsten Angebote für zwei Modellkunden von den Versicherungen an. Am Test nahmen schließlich nur fünf Versicherer mit sieben Tarifen (zwei fondsgebundene und fünf selbständige Varianten) teil. Die Tarife unterschieden sich deutlich hinsichltlich der Kosten. Das mit Abstand günstigste Angebot hat die Zurich Versicherung (Tarif Eagle Star Krankheitsschutzbrief). Darüber hinaus bietet sie eine Beitragsgarantie über die gesamte Vertragslaufzeit. Weitere Angebote liegen von der Gothaer, der Nürnberger, der Canada Life und der Bayerischen vor. Die Jahresbeiträge liegen für Diplomkaufleute (Modellkunde 1) mit einer Kapitalleistung im Versicherungsfall von 300.000 € zwischen 1.302 € und 2.299 € (Quelle).

Stiftung Warentest testet Dread-Disease-Versicherung 2012

Bei Stiftung Warentest wurde die Dread Disease Versicherung im Juli 2012 (Ausgabe: 07/2012) untersucht. Im Test betrachtet wurden die Bayerische Beamten Versicherung, die Skandia, die Canada Life und die Gothaer. Stiftung Warentest sieht die Vorteile der Schwere-Krankheiten-Versicherung im Wesentlichen darin, dass der Versicherungsfall mit dem Eintritt einer Erkrankung genau definiert ist und wenig Spielraum für eine Interpretation durch den Versicherer lässt. Auch können die Aufnahmekriterien etwas moderater sein als beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung Test). Bei allen fondsgebundenen Produkten weist Stiftung Warentest darauf hin, die Kosten im Auge zu behalten und die Höhe der garantierten Auszahlung zu überprüfen.

Versicherte Krankheiten im Überblick
Krebs HIV-Infektion – durch bestimmte berufliche Tätigkeiten
Schlaganfall Bypass-Operation der Herzkranzgefäße
Nierenversagen Schwere Verbrennungen
Blindheit Erwerbsunfähigkeit
Herzinfarkt Pflegebedürftigkeit
Transplantationen von Hauptorganen Koma
Multiple Sklerose Fortgeschrittene Alzheimer-Krankheit
Querschnittslähmung Sprachverlust
Gutartiger Hirntumor Bakterielle Meningitis
Taubheit Erkrankung des Herzmuskels
Verlust der Gliedmaßen Schwerer Unfall
Schwere Kopfverletzung Bauchspeicheldrüsenentzündung
Fortgeschrittene Lungenerkrankung Fortgeschrittene Lebererkrankung
Muskeldystrophie Abhängigkeit von eine dritten Person
HIV-Infektion durch Bluttransfusion Erkrankungen zentrales Nervensystems

Für wen ist die Dread Disease Versicherung sinnvoll?

Führungskräfte/Manager: ihrem Beruf wegen, sind Personen in höheren Führungspositionen einer besonderen Belastung ausgesetzt. Ein dauerhafter Ausfall ihrer Arbeitskraft, stellt das Unternehmen vor ein unzumutbares Problem. Schließlich besitzen Führungskräfte spezielles Know-How, entsprechende Kontakte und jahrelange Berufserfahrung, das auf die Schnelle durch keine andere Person ersetzt werden kann. Umso wichtiger ist es, dass sich Führungskräfte mit einer Dread Disease Versicherung rundum absichern.

Junge Familien: Nachwuchs, der Immbilienkauf oder Umzug in eine andere Stadt – all das sind Situationen, die eine hohe finanzielle Belastung darstellen. Vor diesem Hintergrund ist es jungen Familien anzuraten, sich mit dem Abschluss der Dread Disease Versicherung vor dem finanziellen Ruin zu schützen.

Sportler: Unter der Vielzahl der Sportler finden sich mehrere, die den Sport neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit treiben. Passiert beim Freizeitsport ein Unfall, der das Leben schlagartig verändert, bietet die Dread Disease Versicherung finanzielle Unterstützung für den Neustart.

Pflegeschutz: Der Eintritt einer schweren Krankheit stellt nicht nur das finanzielle Dasein des Geschädigten infrage, sondern  ruft im schlimmsten Fall  das weitere Leben als Pflegefall hervor. Hierbei ist der Abschluss einer Dread Disease Versicherung sehr empfehlenswert, um den Familienangehörigen nicht zur Last zu fallen.

Eine Dread Disease Absicherung für Frauen

Einige Anbieter haben eine spezielle Schwere-Krankheiten-Versicherung für Frauen auf den Markt gebracht. So schützt die Würzburger Versicherung mit einem auf Frauen ausgerichteten Versicherungsprodukt vor relevanten Krebsarten. Eine solche Police kann sinnvoll sein, wenn bestimmte Erkrankungen in der Familie öfter auftreten. Dennoch halten sich die großen Verbraucherschutzinstitutionen auch hier mit aktuellen Testergebnissen zurück. Ein unabhängiger Versicherungsvergleich ist deshalb vor dem Vertragsabschluss von größter Bedeutung. Im Idealfall lässt man sich sogar von einem Versicherungsmakler beraten, der dabei behilflich sein kann, den individuellen Versicherungsbedarf zu bewerten.

Worauf ist beim Abschluss einer Dread Disease Versicherung zu achten?

Auch wenn mit dem Eintritt einer schweren Krankheit der finanzielle Aspekt abgesichert ist, werden bei dem Konzept der Dread Disease Versicherung auch einige Hürden erkennbar, die vor ihrem Abschluss verinnerlicht werden sollten:

Definition der Krankheiten

Hat man sich zum Abschluss einer Dread Disease Versicherung entschlossen, sollten im Vorfeld die genauen Definition der Krankheiten unter die Lupe genommen werden. Häufig muss die eingetretene Krankheit ein bestimmtes Stadium erreicht haben, bis der Leistungsanspruch wirksam wird.

Wartezeiten

Einige Krankheitsbilder sind nicht unmittelbar nach Versicherungsabschluss abgesichert, sondern erst später. Beispielsweise wird Krebs erst sechs Monate nach Versicherungsabschluss rundum versichert. Damit soll  verhindert werden, dass die Kosten rapide ansteigen.

Karenzzeiten

Wird eine vertraglich vereinbarte Diagnose bei dem Geschädigten festgestellt, muss er noch eine bestimmte Zeit, die Karenzzeit abwarten, bis er die Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen kann. Während bei Canada Life mit einer Karenzzeit von 14 Tagen zu rechnen ist, müssen Versicherte von Gothaer 28 Tage abwarten. Bei einigen Krankheiten fällt die Karenzzeit sehr viel länger aus, da die Schwere der Krankheit erst nach einigen Monaten festgestellt werden kann. Im Falle eines Schlaganfalls erhält der Versicherungsnehmer erst nach drei Monaten die entsprechende Versicherungsleistung, sofern Lähmungen fortbestehen.

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