Maria Capobianco
Artikel von
Aktualisiert: 14.02.2017

Photovoltaikversicherung Test

Erneuerbare Energien sind als Quelle der Stromversorgung 2017 absolut im Trend. Eine Photovoltaikanlage kann laut Test mit einem relativ geringen Aufwand gut auf vielen beliebigen Dächern angebracht werden. Mit einer solchen Solarenergie-Anlage produzieren viele Haushalte ihren Strom selbst und speisen Überschüsse in das Netz des lokalen Betreibers ein. Allerdings muss eine Solarenergie-Anlage richtig versichert sein, denn schon kleine Schäden können zu teuren Reparaturen führen.

Photovoltaikversicherung bei Stiftung Warentest 2017

Stiftung Warentest hat im Februar 2017 42 Photovoltaikversicherungen getestet (Finanztest, Ausgabe 3/2017). Dafür sind die Prüfer von einer Musteranalge ausgegangen, die eine Spitzenleisutng von 7 bis 8 Kilowattstunden erbringt und 12.000 Euro gekostet hat. Es wurden zwei Absicherungsmöglichkeiten geprüft.
Die erste Möglichkeit ist die Anlage als Zusatz in der Wohngebäudeversicherung mit abzusichern. Variante zwei ist ein eigenständiger Vertrag. Bei beiden Möglichkeiten kommt die sogenannte Allgefahrendeckung zum Einsatz. Das heißt, es sind alle Gefahren und Schäden abgesichert, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen werden.
Finanztest legte zusätzlich einen Mindestschutz fest, den die Experten als wichtig erachteten (Quelle).

Der Finanztest-Mindestschutz beinhaltet: 

  • Brand, Blitz­schlag, Über­spannung durch Blitz
  • Sturm, Hagel
  • Elementargefahren wie Schnee­druck, Lawinen
  • Diebstahl
  • Bedienungs­fehler
  • Kurz­schluss
  • Wasser, Frost
  • Tierbiss bis mindestens 1 000 Euro
  • Ertrags­ausfall (max.die mit dem Energieversorger festgelegte Vergütung)
  • Leistung auch bei grober Fahr­lässig­keit bei Herbeiführung des Versicherungs­falls bis mindestens 2 500 Euro (z. B. auch bei Diebstahl und Bedienungs­fehlern)

Die drei günstigsten Versicherungen, die Photovoltaik­schutz als Zusatz­bau­stein anbieten und außerdem den Mindestschutz leisten:

Versicherung jährlicher Mehrbeitrag
Allianz 39 Euro
Waldenburger 58 Euro
WGV 51 Euro

Die folgenden zwei Anbieter von seperaten Photovoltaikversicherungen sind die einzigen, die den von Finanztest definierten Mindestschutz bieten.

Versicherung Jahresbeitrag
AXA 178 Euro
Signal Iduna 83 Euro

Die Photovoltaikversicherung im Test 2012

Versicherungen für Solaranlagen wurden von Öko-Test (Ausgabe: März 2012) im Jahr 2012 analysiert. Als Spezialist für Photovoltaikanlagen erwies sich die Krist Assekuranzmakler GmbH. Der unabhängige Versicherungsvermittler hält ausschließlich Tarife in seinem Portfolio, die von Öko-Test ausgezeichnet sind und ermöglicht ihren Versicherungsschutz zu einem jährlichen Beitrag von 58,90 Euro.. Vandalismus, Marderbiss, Blitzschlag, Sturm und Hagel sowie technische Defekte sind in den Allgefahrenversicherungen umfangreich abgesichert. Im Test erwiesen sich außerdem die Versicherungen der Allianz, der Basler, von HDI-Gerling, der Generali und der Provinzial Rheinland als sehr attraktiv. Zwar sind alle Tarife nur dann erhältlich, wenn parallel eine Wohngebäudeversicherung (Gebäudeversicherung Test) abgeschlossen wird, doch im Preisvergleich erwiesen sich die Anbieter als sehr interessant. Selbständige Photovoltaikversicherungen sind je nach Anbieter auch verfügbar, sind aber etwas teurer. Fordern Sie jetzt noch einen kostenlosen Vergleich an. .

Eine Versicherung zum Schutz vor Ausfällen

Die Grundlage für einen wirtschaftlich vernünftigen Betrieb schafft man am besten spätestens bei der Installation der Solaranlage. Fällt die Anlage für einige Zeit ganz aus, resultieren daraus selbst bei kleinen Solarflächen erhebliche finanzielle Einbußen. Eine umfassende Schädigung durch äußere Einflüsse bis hin zum Totalverlust ist für den Besitzer finanziell nur schwer zu verkraften. Deshalb schützt eine Photovoltaikversicherung vor technischen Fehlern, vor witterungsbedingten Schäden und vor Tierverbissen. Durchgenagte Kabel führen zum Ausfall der Stromproduktion und verhindern die kontinuierliche Einspeisung. Das führt zu einem unmittelbaren Ausfall der erwarteten Einnahmen. Eine gute Photovoltaikversicherung muss diese Gefahren abdecken und den Betreiber umfassend von Schäden und Ausfällen absichern. Eine Hausratversicherung (Hausratversicherung Test) übernimmt hier keine Schäden.

Bei Fragen zur Photovoltaikversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

 

Betreiberhaftpflicht als Zusatz zur Photovoltaikversicherung

Während eine Photovoltaikversicherung Schäden an der Photovoltaikanlage und sämtlichen Nebenanlagen versichert, steht sie nicht für Schäden bzw. Schadenersatzforderungen ein, die durch Dritte entstanden sind. Dafür müssen sich Betreiber einer Photovoltaikanlage mit dem Abschluss einer Betreiberhaftpflicht  zusätzlich absichern. In der Regel wird diese Zusatzversicherung in Kombination mit einer Photovoltaikversicherung angeboten. Mit der Betreiberhaftpflicht schützt sich der Inhaber nicht nur gegen Schadensersatzforderungen ab, sondern grenzt durch den Betreiberhaftpflichteinschluss das Haftungsrisiko bei der Einspeisung ein.

Diese Leistungen sind im Test wichtig

Im besten Fall entscheidet man sich bei einer Versicherung für Solaranlagen für eine sogenannte Allgefahrenversicherung. Technische Defekte wie Überspannungsschäden am Wechseltrichter, Kurzschlüsse, Blitzeinschläge, Hagelschäden und Brand müssen versichert sein. Mit einer Allgefahrendeckung sind aber auch Schäden versichert, deren Ursachen nicht explizit in der Versicherungspolice aufgeführt sind. Damit wird der Versicherungsschutz nicht unnötig eingegrenzt, vielmehr darf der Versicherte einen weitreichenden Schutz für seine Solaranlage auch bei nicht aufgeführten Schäden erwarten. Deshalb bietet eine Allgefahrenversicherung eine umfassende Absicherung, welche auch ganz spezifische Schadensursachen abdeckt. Kommt es zu einem Stillstand der Anlage fallen die Laufzeiten des Nutzungsausfalls von Versicherer zu Versicherer relativ unterschiedlich  aus. Dabei reichen sie von lediglich drei Monaten bis zu zwölf Monaten.

Ein besonders umfangreichen Ertragsausfallschutz bieten folgende Anbieter:

Anbieter Tarif
photovoltaikversicherung24.de Photovoltaikversicherung24 Exklusive mit SB
rosa-photovoltaik.de Photovoltaikversicherung Condor Spezialkonzept
Krist Assekuranzmakler Secon Solar
Wüba Chartis/Konzept Krist

Höhe der Versicherungsbeiträge

Bei der Frage, wie die Höhe des jährlichen Versicherungsbeitrags zustande kommt, werden unterschiedliche Faktoren in die Berechnung miteinbezogen:

  • Größe und Wert der Photovoltaikanlage
  • Standort
  • Art der Gebäudenutzung(Wohngebäude, Firmengebäude, Landwirtschaft)
  • Gefahrerhöhungen
  • Ausschluss von Risiken

Leistungen im Schadensfall

Da es sich bei der Photovoltaikversicherung um eine Neuwertversicherungen handelt, erhält der Versicherungsnehmer im Schadensfall den Neuwert erstattet. Registriert der Versicherer einen Totalschaden der Photovoltaikanlage wird ihm ein vergleichbar neues Gerät erstattet. Hingegen werden bei Teilschäden lediglich die Reparaturkosten für die Wiederherstellung der Anlage übernommen.

Ein Vergleichsformular hilft bei der Suche

Ein Vergleich hilft dabei, die günstigste Versicherung für die hauseigene Photovoltaikanlage zu finden. Solche Vergleiche sind im Internet frei zugänglich, sie greifen auf die aktuellen Tarife der Versicherer zu. So hat jeder Anlagenbesitzer das gute Gefühl, gut und günstig vor den vielfältigen Gefahren für seine Solaranlage versichert zu sein. Gleichzeitig ist der nötige Schutz nicht unnötig teuer und von unabhängiger Stelle mehrfach ausgezeichnet. Einen Rechner finden Sie zum Beispiel hier.

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