Mario Müller
Artikel von
Aktualisiert: 07.03.2017

Betriebliche Altersvorsorge Test

Die betriebliche Altersvorsorge nimmt im Test als Ergänzung der gesetzlichen Rente einen wichtigen Stellenwert ein. Eine attraktive staatliche Förderung in Kombination mit einer niedrigen monatlichen Belastung sorgt dafür, dass der Arbeitnehmer Monat für Monat etwas für den Aufbau von privatem Vermögen für das Alter tun kann, ohne hohe Beiträge dafür aufzubringen. Eine betriebliche Altersvorsorge hat eine Reihe von Vorteilen, während die Nachteile überschaubar sind. Dennoch lohnt sich eine Überprüfung der bAV-Testergebnisse, bevor man sich für den Abschluss bei einem Anbieter entscheidet.

Funktionsweise der betrieblichen Altersvorsorge

Bei der bAV schließt der Arbeitgeber eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung für seinen Arbeitnehmer ab. Eine spezielle Form der Altersvorsorge ist auch die fondsgebundene Lebensversicherung, die den Kauf von Fondsanteilen vorsieht. Aufgrund der Tatsache, dass kleine, mittelständische Unternehmen nicht im Besitz einer eigenen Pensionskasse sind, wird oftmals mit dem Abschluss einer Direktversicherung für das Wohl der Arbeitnehmer gesorgt.

Bei der Frage wie die Versicherungsbeiträge zu entrichten sind, können unterschiedliche Methoden angewandt werden. Zum einen kann der Arbeitgeber die Zahllast vollständig übernehmen. Zum anderen kann der Versicherungsbeitrag zu gleichen Teilen vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichtet werden. Ferner kann sich auch der Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandlung zur Zahlung des Versicherungsbeitrags bereiterklären. Dabei wird ihm der Versicherungsbeitrag direkt vom Bruttolohn abgezogen.

Bei Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Was macht die Entgeltumwandlung attraktiv?

Die Entgeltumwandlung ist aus verschiedenen Gründen attraktiv für Arbeitnehmer. Mit Vereinbarung einer Entgeltumwandlung verpflichtet sich der Arbeitgeber zur anteiligen bzw. vollständigen Beitragszahlung. Demgegenüber erscheint sie vielen Arbeitnehmern attraktiv, wenn etwaige Vertragskosten gering gehalten werden und die eingezahlten Beiträge der Versicherung des Arbeitnehmers zugutekommen. Insbesondere Mitglieder der privaten Krankenversicherung haben einige Vorteile durch die Entgeltumwandlung. Anders als Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sie keine Krankenversicherungsbeiträge zahlen. Ferner eröffnet die Entgeltumwandlung doch noch Möglichkeiten in Besitz einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kommen. Je nach Versicherungsvertrag kann ein Berufsunfähigkeitsschutz integriert werden.

Betriebliche Altersvorsorge Vergleich – Zusatzrente mit wenigen Nachteilen

Während der Ansparphase genießt der Versicherte Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse. Da eine betriebliche Altersvorsorge vom Bruttogehalt abgezogen wird, reduzieren sich die Zahlungen für die Lohnsteuer und für die Sozialversicherung. Die eingezahlten Beiträge werden verzinst, außerdem wird eine Überschussbeteiligung gewährt. Die betriebliche Altersvorsorge kann als lebenslange Rente gezahlt werden, häufig ist ein Kapitalwahlrecht mit einer Einmalzahlung vorgesehen. Eine Todesfallabsicherung ist meist integriert, und schließlich sind die angesparten Beiträge nicht bei der Zahlung von Hartz IV zu berücksichtigen.

Einziger Nachteil –  die Versteuerung

Diesen Vorteilen steht der Nachteil der vollständigen Versteuerung in der Auszahlungsphase gegenüber. Außerdem unterliegt das Renteneinkommen der Zahlung von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen. Dennoch dürften die Vorteile überwiegen, deshalb sollte jeder Arbeitnehmer auf den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge drängen.

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Institut für Vorsorge und Finanzplanung prüft bAV-Kompetenz der Anbieter

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat Mitte 2016 das vierte Kompetenzrating zu den Anbietern betrieblicher Altersvorsorge veröffentlicht. Die Tester sprechen den Versicherern eine hohe Kompetenz zu.
Im vierten Rating des IVFP zu diesem Thema erhalten knapp ein Drittel (9 von 29) der Anbieter die Höchstwertung von fünf Sternen (exzellent).
Das Gesamtergebnis setzt sich aus aus vier Teilbereichen zusammen. Die Versicherer mussten sich in den Bereichen Haftung, Beratung, Service und Verwaltung behaupten (Quelle). Bewertungsgrundlage sind Aussagen und Unterlagen, die die Versicherungsunternehmen dem Analysehaus zur Verfügung stellen (z.B. Werbematerialien und Musterangebote).

Das sind die neun „exzellent“ bewerteten Unternehmen:

  • Allianz
  • ALTE LEIPZIGER
  • AXA
  • Bayern-Versicherung
  • Generali
  • HDI
  • NÜRNBERGER
  • Stuttgarter
  • Swiss Life

Betriebliche Altersvorsorge – Ökotest hat getestet – September 2015

Die Betriebliche Altersvorsorge wurde letztmalig von Ökotest (Test: September 2015) unter die Lupe genommen. Aus 418 Angeboten von 49 Anbietern wurden jeweils Direktversicherungen , fondsgebundene Tarife sowie Angebote von Pensionskassen einer näheren Betrachtung unterzogen. Bei der Analyse der unterschiedlichen Formen der betrieblichen Altersvorsorge wurde zwischen Einzel- und Kollektivtarifen unterschieden.

Im Großen und Ganzen zeigt der Test, dass die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge abgenommen haben. Vergleicht man die Tarife untereinander, wird nur schwer erkennbar, welche Kosten und Renditeerwartungen auf den Empfänger der Betriebsrente zukommen. Bei der Analyse der unterschiedlichen Betriebsrenten wurde das Hauptaugenmerk auf Kriterien wie Renditeerwartungen und Garantierenten gelegt. Immerhin möchte ein Versicherter, der jahrelang in die betriebliche Altersvorsorge einzahlt auch im Alter davon profitieren können. Hierbei deckt der Test auf, dass Interessierte sich nicht auf die angepriesenen Renditeversprechen verlassen sollten. In dem Zusammenhang sollten auch nicht die Kosten in Vergessenheit geraten. Hier offenbaren die unterschiedlichen Betriebsrenten einen enormen Kostenunterschied. Entscheidet sich ein 30-jähriger Versicherungsnehmer zum Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge hat er einen Kostenaufwand von durchschnittlich 7.400 Euro zu erwarten. Jedoch kommt es auch hier zu Abweichungen, die sowohl positiv als auch negativ ausfallen können. Während der Netto-Kollektivtarif LNKK von MyLife durchschnittliche Kosten in Höhe von 1.699 Euro verlangt müssen Versicherungsnehmer der Generali 10.417 Euro zahlen.

Öko-Test und Stiftung Warentest haben 2013 bAV-Testsieger gewählt

Sowohl Öko-Test als auch Stiftung Warentest (Ausgabe: 09/2013) haben die betriebliche Altersvorsorge im Jahr 2013 (Test: Juni 2013) untersucht. Bei Öko-Test stand die Direktversicherung im Juni 2013 im Mittelpunkt. Der Test stellte auf die anfallenden Kosten ab, denn diese reduzieren die Rendite der Altersvorsorge unmittelbar. Im Test fiel auf, dass die einzelnen Anbieter deutliche Unterschiede hinsichtlich der Kosten zeigen. So waren die teuersten Anbieter bis zu doppelt so teuer wie die günstigsten Versicherer. Stiftung Warentest hat dagegen größten Wert auf die Höhe der garantierten Rentenzahlung gelegt.

Da eine Gewinn- und Überschussbeteiligung nicht garantiert wird, kommt der Höhe der Garantierente eine große Bedeutung zu. Anbieter mit einer geringen Garantierente sind nämlich vergleichsweise teuer und kommen deshalb für einen Vertragsabschluss kaum in Frage. Sowohl den Testergebnissen von Stiftung Warentest als auch den Resultaten von Öko-Test ist aber die Objektivität gemein, so dass sich der Versicherte sehr gut auf ein solches Testurteil berufen kann.

Die Betriebliche Altersvorsorge Testsieger bei Öko-Test

Öko-Test hat in seiner Analyse größten Wert auf die Transparenz der Verträge und auf geringe Kosten gelegt. Zum Testsieger wurden die Europa Versicherung und die InterRisk gekürt. Beide Gesellschaften zeichneten sich bei ihrer betrieblichen Altersvorsorge durch günstige Tarife mit niedrigen Kosten aus. Insbesondere bei der Europa Versicherung ist das nicht erstaunlich. Der Direktversicherer überzeugt im Test in nahezu allen Sparten durch akzeptable Kosten, die die Rendite unmittelbar positiv beeinflussen.

Modelle der betrieblichen Altersvorsorge

Hat man sich einmal mit den Vorteilen der betrieblichen Altersvorsorge vertraut gemacht und kann sich durchaus vorstellen mit ihr die Aufbesserung der gegenwärtigen Rentensituation anzugehen, stellt sich vermehrt die Frage wie das Kapital den nun angelegt werden soll. Dahingehend kann ein Blick auf die unterschiedlichen Modelle der betrieblichen Altersvorsorge sehr sinnvoll sein:

Pensionskasse

Bei der Pensionskasse handelt es sich um eine Versicherungsgesellschaft, die sich einzig der betrieblichen Altersvorsorge widmet. Dabei kann das Ansparen in zweierlei Hinsicht erfolgen. Zum einen gibt es Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die höhere Zinsversprechen zum Ausdruck bringen. Das Pendant dazu bilden die Aktiengesellschaften, die lediglich niedrige Garantiezinsen zum vertraglich vereinbaren. Jedoch kann der Sparer sicher sein, dass ihm diese Garantiezinsen mit hoher Sicherheit ausgezahlt werden. In der Regel sind Pensionskassen auf bestimmte Branchen und Betriebe ausgerichtet.

Direktversicherung

Fristet man sein Angestelltendasein in einem kleinen Betrieb kommt es häufig vor, dass die betriebliche Altersvorsorge als Direktvesicherung offeriert wird. Hierbei  handelt es sich im Allgemeinen um  eine Lebens- oder Rentenversicherung. Ihre Beiträge sind dem Ursprung einer Entgeltumwandlung zu entnehmen, die entweder zu 100 Prozent vom Arbeitgeber gezahlt oder zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer gerecht aufgeteilt werden. Während der Arbeitgeber sich an der Altersvorsorge beteiligt wird dem Arbeitnehmer die spätere Ausschüttung vollends zugeschrieben. Sofern das Unternehmen Konkurs anmeldet besteht kein Grund zur Sorge, da die Rentenansprüche des Arbeitnehmers bestehen bleiben. Mit dem Austritt aus dem Unternehmen hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, die Beitragszahlungen zu übernehmen. Dabei erfreuen sich einzig die Arbeitnehmerbeiträge an einer staatlichen Förderung.

Pensionsfonds

Beim Pensionfonds wird dem Arbeitnehmer ein Recht auf vertraglich vereinbarte Leistungen gewährt.  Im Gegensatz zu den vorherigen Modellen hat man beim Pensionfonds freie Auswahl bei den Geldanlagen und die Möglichkeit höhere Renditen zu erzielen, auch wenn diese an ein höheres Risiko gebunden sind. Kommt es zur Insolvenz des Unternehmens hat der Arbeitnehmer nichts zu befürchten, da der Pensionfonds über diverse Institutionen abgesichert ist. Die Leistungen des Pensionsfonds können zum einen als lebenslange Altersrente verbucht werden. Andererseits kann eine Zuteilung mittels Auszahlungsplan mit anschließender Restverrentung erfolgen. Im Hinblick auf die Beitragszahlung ermöglicht der Pensionfonds die Nutzung der Riester-Förderung. Der unmittelbare Abzug vom Bruttoeinkommen ermöglicht die staatlichen Zulagen wie auch steuerliche Geltendmachung der Aufwendungen als Sonderausgaben auszuweisen.

Unterstützungskasse

Bei der Unterstützungskasse handelt es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Unternehmen, die Arbeitnehmern den Erhalt einer Betriebsrente ermöglichen. Dabei hat der Arbeitnehmer einen Anspruch gegenüber seinem Arbeitgeber. Ferner erfolgt eine Ausschüttung der Rentenzahlung auch nur, wenn die finanziellen Mittel dazu ausreichen. So fern dies nicht der Fall ist zahlt der Arbeitgeber den Fehlbetrag der bis zur Auszahlung der zugesagten Rente fehlt. In ihrem Fall kann sich der Arbeitnehmer die Riester Förderung nicht zunutze machen. Des Weiteren muss die Auszahlung der Betriebsrente unter dem Gesichtspunkt der Versteuerung erfolgen.

Direkt-/Pensionszusage

Mit dieser Art der betrieblichen Altersvorsorge besteht eine Verpflichtung der Rentenzahlung dem Arbeitnehmer gegenüber. Diese Zahlungen werden aus dem Betriebsvermögen entnommen. Für diesen Fall bildet der Arbeitgeber Pensionsrückstellungen. Sofern sich das Unternehmen ihrer Zahlungsunfähigkeit nähert, kann der Erhalt einer Rentenzahlung nur gewährt werden, wenn eine entsprechende Rückversicherung durch den Arbeitgeber erfolgt ist. Hierbei ist eine Entgeltumwandlung möglich. Scheidet man aus dem Unternehmen verfallen gleichzeitig jegliche Ansprüche auf die Leistungen einer betrieblichen Altersvorsorge. Bis dahin erworbene Anwartschaften bleiben bestehen, während eine eigene Beitragszahlung wie auch Riester-Förderung nicht ermöglicht wird.

Die Favoriten bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat die besten Versicherungen im Bereich der Direktversicherung ermittelt. Als beste Gesellschaften wurden die Europa Versicherung und die Nürnberger Versicherung identifiziert. Auch hier fällt auf, dass der Direktversicher Europa offenbar mit einem sehr soliden Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen kann. Eine Gesellschaft, die von unabhängiger Stelle gleich zweifach mit besten Ergebnissen geprüft wurde, ist für den Vertragsabschluss in jedem Fall sehr zu empfehlen.

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