Maria Capobianco
Artikel von
Aktualisiert: 15.1.2016

Gebäudeversicherung Test

Mit der Gebäudeversicherung schützen sich Hausbesitzer vor den finanziellen Folgen von Elementarschäden wie Hagel, Feuer und Sturm sowie vor Leitungswasserschäden. Die Tarife der einzelnen Anbieter unterscheiden sich dabei häufig weniger beim Preis, sondern vielmehr bei den Leistungen. Hier hilft ein Blick auf den aktuellen Gebäudeversicherung Test.

Gebäudeversicherung Test 2019

Im Auftrag von Focus Money hat die Rating-Agentur Franke und Bornberg im Frühjahr 2019 die Angebote von 31 Gebäudeversicherern unter die Lupe genommen. Um möglichst allen Hausbesitzern gerecht zu werden, teilten die Fachleute ihren Test in zwei Kategorien ein: „Standard“ und „Top-Schutz„.

Der Test

Während in der Kategorie „Standard“ in erster Linie Tarife geprüft wurden, die einen Basis-Schutz bieten, wurden in der Kategorie „Top-Schutz“ vor allem Tarife berücksichtigt, die einen erweiterten Leistungs­umfang vorweisen.

Für beide Kategorien gilt: Die Leistungen der Tarife flossen zu zwei Drittel in die Bewertung ein, die Kosten zu einem Drittel.

Als Modellkunde wurde ein Versicherungsnehmer gewählt, der ein Wohnhaus für eine Familie mit gut 130 Quadratmetern bewohnt, das im Jahr 2015 erbaut wurde. Um den regionalen Unterschieden gerecht zu werden, die für die Gebäudeversicherung grundsätzlich wichtig sind, wurde die Höhe der Versicherungs­prämie für jeweils fünf deutsche Großstädte errechnet: Berlin, Hamburg, Köln, München und Hannover.

Gebäudeversicherung Test 2019: Das Ergebnis

Von den insgesamt 31 Tarifen der 31 Anbieter konnten in der Kategorie „Standard“ vier Tarife überzeugen, in der Kategorie „Top-Schutz“ sogar sieben Tarife.

Kategorie „Standard“ Kategorie „Top-Schutz“
DEVK – „Premium-Schutz“ WGV – „Optimal“
Die Bayerische – „Optimal Komfort“, „Rohrpaket
Smart“, „Elementarschaden Smart“
GVO-Versicherung – „Top-Vit“
Domcura – Privat Einfamilienhauskonzept „Top-Schutz“ Medien – „Premium“
VHV-Versicherung – „Klassik Garant“ mit Baustein „Exklusiv“ Janitos – „Best Selection“
Axa – „BOXflex“
Debeka – „Komfort Plus“
BGV – „Exklusiv VGB 2011“

Test-Archiv: Wohngebäudeversicherung im Test bei Franke und Bornberg 2017

Die Ratingagentur Franke und Bornberg untersuchte Mitte des Jahres 2017 eine Vielzahl von Tarif­varianten der Wohngebäudeversicherung. Als Datengrundlage nutzten die Experten ausschließlich die Versicherungsbedingungen der Tarife.

Die Analysten unterteilten die Tarife in drei Kategorien. In der Kategorie Grundschutz sind kostengünstige Tarife und es werden keine Mindestleistungen definiert. Der Standardschutz umfasst Tarife, die mindestens für Aufräumungs- und Abbruchkosten aufkommen und bei Überspannungs­schäden leisten. Tarife der Kategorie Topschutz müssen neben den Leistungen des Standardschutzes folgende weitere Dinge abdecken: Bewegungs- und Schutzkosten, sowie Ableitungs-, Wasserzuleitungs- und Heizungsrohre auf dem Versicherungs­grundstück.

Das Testergebnis 2017

Im Grundschutz gibt es nach Ansicht der Tester keine Wohngebäudeversicherung, die die Wertung hervorragend verdient. Einzig die Wohngebäudeversicherung der Condor erhält in vier Varianten das Qualitätsurteil sehr gut.

In den Kategorien Standardschutz und Topschutz hingegen gibt es mehrere Tarifvarianten, die mit der Höchstwertung FFF (hervorragend) belegt werden. Hausbesitzer, die nicht nur auf die Kosten achten, können zwischen einer Vielzahl von Anbietern und ihren Wohngebäudeversicherungen wählen (Quelle).

Anbieter, mit hervorragenden Wohngebäudeversicherungen

  • ARAG
  • Axa
  • Continentale
  • Helvetia
  • Genrali
  • InterRisk
  • Janitos
  • Universa
  • VHV

Bei Fragen zur Gebäudeversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Gebäudeversicherung Test

Kosten der Wohngebäudeversicherung

Die Beiträge einer Gebäudeversicherung hängen stark davon ab, wo das Haus steht. Es gibt Wohnorte, die ein höheres Risiko in Sachen Elementarschäden aufweisen als andere. Versicherer kalkulieren dieses Risiko in den Beiträgen ein.

Umfassender Versicherungsschutz hat seinen Preis

gebäudeversicherung testWeitere Faktoren, die eine wichtige Rolle für den Preis spielen, sind unter anderem die gewünschte Versicherungssumme, eventuelle Selbstbeteiligungen und natürlich die gewünschten Leistungen. So gehören Elementarschäden oft nicht mehr zum Grundschutz und müssen als Zusatzoption gewählt werden. Vor allem aufgrund der vermehrten enormen Schadensregulierungen durch Naturgewalten wie Stürme oder Hochwasser ist es für die Versicherer besonders teuer geworden, diese Risiken mit abzusichern. Daher erhöht ein Einschluss dieser Faktoren in die Versicherungspolice den zu leistenden Versicherungsbeitrag.

Verlässliche Absicherung im Schadensfall

Die finanziellen Leistungen, die im Schadensfall erbracht werden müssen, sind enorm – und stehen in keinem Verhältnis zur geringen Versicherungsprämie, zumindest im Basis-Schutz: Eine gute Gebäudeversicherung ist schon für rund 15 Euro pro Monat erhältlich. Im Verhältnis zu einer möglichen Schadenshöhe lohnt sich dieser Beitrag ganz sicher.

Wie sieht der Leistungsumfang einer Wohngebäudeversicherung aus?

Um aus der Vielzahl der am Markt vertretenen Wohngebäudeversicherungen jene auszuwählen, die sich durch ein gutes Leistungsportfolio auszeichnet, ist darauf zu achten, dass folgende Bereiche abgedeckt sind:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm/Hagel

Bei „Feuer“ gehören Folgeschäden in den Versicherungsschutz

Bei der Absicherung des Risikos „Feuer“ sind grundsätzlich sämtliche Schäden im Leistungsumfang inbegriffen, die sich infolge von Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion zugetragen haben. Abgesichert sind zudem Folgeschäden, die durch zum Beispiel Rauch, Ruß oder Löschwasser entstanden sind.

Austritt von Wasser ebenfalls abgesichert

Mit der Absicherung des Risikos „Leitungswasser“ sind Schäden im Versicherungsschutz integriert, die durch einen Wasseraustritt aus dem Leitungssystem entstanden sind. Dazu gehören beispielsweise Schäden nach einem Wasseraustritt aus Spül- oder Waschmaschine sowie aus Warmwasser- oder Dampfheizungen, Aquarien und auch Wasserbetten. Ebenfalls dazu gehören Anlagen von Klima- und Wärmepumpen sowie Solarheizungsanlagen.

Die Wohngebäudeversicherung übernimmt zudem Schäden am Rohrleitungssystem infolge von Frost. Zudem sind Zuleitungs- und Heizungsrohre, die sich außerhalb des Hauses, aber noch innerhalb der Grundstücksgrenzen befinden, abgesichert. Leitungs-Frostschäden im Innenbereich, zum Beispiel in Bad oder Küche, werden grundsätzlich ebenfalls von der Wohngebäudeversicherung übernommen.

Umstürzende Bäume im Leistungsumfang inbegriffen

Leistungsstarke Wohngebäudeversicherungen übernehmen die Schäden nach Stürmen ab Windstärke 8 (ab einer Windgeschwindigkeit von etwa 63 km/h). Abgesichert sind in diesem Fall auch Schäden, die durch umstürzende Bäume oder andere Gegenstände verursacht wurden. Weiterhin sind Hagelschäden am Gebäude sowie an Glasscheiben abgedeckt.

Versicherungsschutz erweiterbar

Viele Gebäudeversicherungen bieten eine Erweiterung des Versicherungsschutzes an. Dazu können beispielsweise die Kostenübernahme bei Aufräumarbeiten gehören oder auch die Kosten für die Unterbringung der Immobilienbewohner in z. B. einem Hotel, wenn der Wohnbereich aufgrund der Beschädigung nicht bewohnbar ist.

Wichtig: Im Schadensfall handeln!

In einem Schadensfall muss der Hausbesitzer möglichst zeitnah handeln und mögliche weitere Schäden verhindern. Ansonsten kann es sein, dass die Versicherung den Schaden nur teilweise reguliert. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Versicherungsgesellschaft der Meinung ist, dass der Hausbesitzer den Schaden durch unterlassenes Handeln vergrößert hat.

Grundsätzlich gilt: Versicherungsnehmer sind dazu verpflichtet, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um Schäden in Grenzen zu halten.

Bauherren aufgepasst!

Auch Baustellen sind gefährdet – und zwar nicht nur die Baustellen selbst, sondern auch umliegende Immobilien. Bauherren sollten entsprechend darauf achten, dass eine sogenannte Neubauversicherung Teil der Police ist. Bei Bedarf ist es auch möglich, eine separate Versicherung abzuschließen (also unabhängig von der Gebäudeversicherung).

Wichtige Zusatzleistungen der Gebäudeversicherung im Test

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Hausbesitzer auf wichtige Zusatzleistungen nicht verzichten sollten. Die Wohngebäudeversicherung sollte als Schutz demnach auch für Aufräumkosten, Zusatzkosten auf Grund behördlicher Auflagen und für die Dekontamination aufkommen. Längst nicht alle Tarife bieten diese zusätzliche Absicherung an.

Mögliche Schadenshöhe schwer abzuschätzen

Die finanziellen Verluste infolge von Schäden, die durch Leistungswasser, Feuer, Sturm oder Hagel entstehen können, sind schwer abzuschätzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass eine Versicherungssumme in ausreichender Höhe festgelegt wird. Bei Bedarf unterstützt Sie ein Versicherungsmakler von uns, um gemeinsam mit Ihnen die optimale Versicherungssumme zu ermitteln.

Hausratversicherung genauso wichtig

Neben der Wohngebäudeversicherung sollte zudem der gesamte Hausrat versichert werden. Hier benötigen die Besitzer eine zusätzliche Hausratversicherung. Hier sollte eine Versicherungssumme von mindestens 700 Euro pro Quadratmeter vereinbart werden. Dazu werden hier weitere Informationen zur Verfügung gestellt – Hausratversicherung Test.

Geld sparen mit Tarifvergleich!

Wer vergleich, spart richtig viel Geld! Die Stiftung Warentest hat die besten Tarife für den günstigsten Standort im Test ermittelt. Dabei kam heraus, dass der günstigste Jahresbeitrag bei gerade einmal 175 Euro liegt. Der Gegensatz zum anderen Ende der Preisskala ist deutlich: Die teuersten Gebäudeversicherungen im Test verlangen bis zu 553 Euro im Jahr. Zwischen den Versicherungen ergibt sich so ein Beitragsunterschied von 378 Euro!

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