Mario Müller
Artikel von
Aktualisiert: 01.11.2017

Rechtsschutzversicherung Test

Viele Streitigkeiten enden immer häufiger vor dem Gericht. Für die Kosten haben die Kläger oder die Beklagten selbst aufzukommen. Das kann schnell in die Tausende gehen. Wohl dem, der eine gute Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat. Hierbei offenbart der Rechtsschutzversicherung Test, welche Anbieter mit einem umfassenden Rechtsschutz in Erscheinung treten.

Besondere Tipps zur Rechtsschutzversicherung finden Sie auch nochmal auf unserem Fachportal zum Thema. Lesen Sie hier.

Finanztest veröffentlicht Rechtsschutzversicherung Test 2017

Im August 2017 veröffentlichte die Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 8/2017) einen umfangreichen Test zur Rechtsschutzversicherung. Die Tester verglichen die Tarife mit Hilfe eines 40-jährigen Modellkunden, der als Angestellter tätig ist und eine Familie mit zwei Kindern hat. Die Ergebnisse reichen von gut bis mangelhaft. Geprüft wurden die Leistungen anhand der Versicherungsbedingungen. Dabei legte Finanztest besonderes Augenmerk auf die verbraucherfreundliche Definition der Versicherungsfalls. Außerdem musste der Vertrag eine Einjahresregel enthalten. Mangelhaft schnitten zwei Tarife ab, die in diesen Punkten versagten.

Insgesamt schnitten die Tarife der Rechtsschutzversicherungen schlechter ab, als noch vor drei Jahren. Laut Stiftung Warentest liegt das auch daran, dass die Zahl der Leistungsbereiche abgenommen hat. Viele Versicherer leisten beispielsweise nicht mehr, wenn es um Widerruf von Kredit- und Versicherungsverträgen geht.

Testsieger der Rechtsschutzversicherung Test

Drei Tarife erhalten die Note 1,6 und sind damit die am besten bewerteten von mehr als 130 geprüften Tarifvarianten. Alle drei Tarife sehen eine Selbstbeteiligung von 150 Euro vor. Neben den drei Siegertarifen gibt es weitere 11 Tarife, die ebenfalls mit dem Qualitätsurteil gut abschneiden.

  • Allianz (PBV Best)
  • DAS/Ergo (Premium)
  • WGV (PBV Optima)

Rechtsschutzversicherung Test von Franke und Bornberg 2017

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat erstmalig einen Test zur Rechtsschutzversicherung veröffentlicht. Bewertungsgrundlage der 141 Tarife waren die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Anhand dieser neutralen Daten wurde außerdem bewertet inwiefern sich die Tarife für die Kundengruppen Familien und Singles eignen. Diese Unterscheidung ist sinnvoll, da jede Kundengruppe gewisse Anforderungen an eine Rechtsschutzversicherung stellt, die sich durchaus voneinander unterscheiden können. Diese Tatsache spiegelt sich auch in den Testergebnissen wieder. Denn nicht jeder Tarif ist gleichermaßen geeignet für Familien und Singles (Quelle).

Das Testergebnis

Trotzdem kann sich das Testergebnis sehen lassen. Sowohl für die Kundengruppe Familie, als auch für Singles bieten jeweils rund 30 Prozent der Tarife hervorragende Verischerungsbedingungen und erhalten daher die Bestwertung „FFF“ (hervorragend). Um mit dieser Spitzenwertung honoriert zu werden, mussten die Tarife neben einem weltweiten Versicherungsschutz, zusätzlich in nahezu allen Leistungskategorien einen gerichtlichen und außergerichtlichen Schutz bieten. Alle untersuchten Tarife bieten neben dem Privatrechtsschutz, auch Verkehrsrechtsschutz, Immobilienrechtsschutz für Mieter und Eigentümer sowie Berufsrechtsschutz für Arbeitnehmer.

Die Testsieger des Rechtsschutzratings bieten mit ihren Policen sowohl für Singles, als auch für Familien Bestleistungen.

Anbieter mit mehreren Toptarifen im Portfolio

  • Advocard
  • Auxilia
  • ROLAND

Einige weitere Anbieter mit hervorragend (FFF) bewerteten Tarifen

  • Allianz
  • ARAG
  • Bruderhilfe
  • ERGO bzw. D.A.S.
  • VHV
  • Württembergische

Rechtsschutzversicherung – Focus Money hat getestet – September 2015

Das Beratungsunternehmen ServiceValue GmbH ist im Auftrag von Focus Money (Test: 09/2015) der Frage auf den Grund gegangen, wie fair die angepriesenen Rechtsschutzversicherungen tatsächlich sind. Hierzu wurden zum ersten Mal 25 Rechtsschutzversicherungen hinsichtlich ihrer Fairness näher unter die Lupe genommen. Im Zuge dessen befragte man 1720 Versicherungsnehmer zu 29 Leistungsmerkmalen der folgenden Kategorien:

  • Faire Tarifleistung
  • Faire Kundenberatung
  • Fairer Kundenservice
  • Faire Kundenkommunikation
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Testsieger

Der Test zeigt, dass zwölf Rechtsschutzversicherer ihrer Versichertenschaft mit einer durchaus fairen Einstellung gegenübertreten. Dabei erzielten einige von ihnen eine sehr gute Bewertung, während die anderen Versicherer mit einer guten Kritik aus dem Test hervorgingen.

Sehr gute Bewertungen konnten unter anderen nachfolgende Rechtsschutzversicherungen erzielen:

  • Advocard
  • Allianz
  • DEVK

Gute Testergebnisse konnten hingegen jene Rechtsschutzversicherer erreichen:

  • D.A.S.
  • Debeka
  • Roland
  • Württembergische
  • Zürich

Sehr qualitative Rechtsberatung am Telefon

Betrachtet man die Testergebnisse im Einzelnen hat die DEVK mit dem fairsten Kundenservice von sich überzeugen können. Dabei erfolgte ihr kundenorientierte Arbeitsweise äußerst unbürokratisch und sie demonstrierte eine uneingeschränkte Reaktionsfähigkeit bei auftauchenden Problemen. Richtet man das Augenmerk auf die freie Anwaltswahl erweist sich insbesondere die Advocard als Vorbild. Geht es um die Suche eines passenden Rechtsanwalts, zeigt sie sich sehr kooperationsbereit. Bei der Frage wie es um die telefonische Rechtsberatung bestimmt ist, haben gleich vier Versicherer von ihren Qualitäten überzeugen können:

  • ÖRAG
  • ARAG
  • Advocard
  • Alianz
  • LVM

Hohes Sicherheitsempfinden in der Rechtsschutzversicherung

Sehr viel wichtiger als die Kompetenz des Versicherers ist der Aspekt des Sicherheitsempfinden. Durchschnittlich fühlen sich bis zu 89 Prozent der Befragten bei ihrem Rechtsschutzversicherer gut aufgehoben. Ein ausgeprägtes Sicherheitsempfinden haben Kunden der Advocard und NRV. Den Bewertungen der Befragten zu urteilen, bieten beide den besten Auslandsschutz und eine unkomplizierte Schadensregulierung an.

Der Kunde möchte im Mittelpunkt stehen

Dagegen mussten die Rechtsschutzversicherer auch einige Kritiken hinnehmen. Beispielsweise wünschen sich ein Drittel der Befragten proaktive Versicherungsangebote seitens ihrer Versicherer. Weiterhin ist auch eine höhere Kostenbeteiligung im Schadensfall sehr wünschenswert. Dabei erhielten Rechtsschutzversicherungen wie die Advocard sehr gute Resonanz. Genauso leistungsstark sehen sich die beiden Rechtsschutzversicherer bei der Fallbegrenzung der telefonischen Rechtsberatung. Aber auch die WGV erhielt viel Lob für ihre telefonische Beratung.  Darüber hinaus bemängelten die Befragten fehlende Möglichkeiten der Kundenbindung wie zum Beispiel geringe Selbstbteiligung bei langjähriger Mitgliedschaft.

Bei Fragen zur Rechtsschutzversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Rechtsschutzversicherung im Test des Deutschen Institut für Service Qualität hat getestet (Juni 2015)

Die Rechtsschutzversicherung wurde auch vom Deutschen Institut für Service Qualität (Test: 06/2015) näher überprüft. Hierzu hat das Institut die günstigsten Kombiproduke von 13 Versicherungsgesellschaften hinsichtlich ihrer Kosten- und Leistungsstruktur unter die Lupe genommen. Bei der Leistungsanalyse wurde das Augenmerk auf Bestandteile gelegt wie zum Beispiel Datenermittlung, Vertragsbedingungen, Bewertung spezieller Leistungen sowie allgemeine Leistungs- und Tarifmerkmale. Im Gegensatz dazu konzentrierte man sich bei der Kostenanalyse auf die Untersuchung der jährlichen Versicherungsbeiträge.

Einsparungen sind möglich

Der Test offenbart, dass längst nicht alle Einstiegstarife der kombinierten Versicherungsprodukte bezüglich ihrer Kostenstruktur interessant sind. Interessiert sich ein Versicherungsnehmer beispielsweise für ein Kombiprodukt mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro, kann er jährliche Einsparungen von bis zu 158 Euro realisieren. Entscheidet er sich hingegen für einen Versicherungsvertrag ohne Selbstbeteiligung, hat er mit 212 Euro ein sehr viel größeres Einsparpotenzial pro Jahr.

Nicht überall ist ein umfassender Leistungsschutz garantiert

Während die Versicherer im Kostenbereich erfreuliche Testergebnisse verbuchen konnten, sah es bei der Leistungsbewertung etwas anders aus. Hier zeigt der Test, dass Versicherte hinsichtlich des Leistungsumfangs Abstriche machen müssen. Anders als angenommen verhelfen höhere Versicherungsbeiträge nicht automatisch zu einem ganzheitlichen Versicherungsschutz. Lediglich zwei der 13 Versicherungsgesellschaften sind mit einem guten Testurteil aus der Leistungsbewertung hervorgegangen. Dagegen wurde der Leistungsumfang von acht Versicherern mit ausreichend gewertet. Diesen unzureichenden Leistungsschutz sahen die Tester in dem Fehlen einiger Leistungspunkte begründet:

  • freie Wahl des Anwalts
  • unbegrenzte Versicherungssumme
  • keine Wartezeit im Verkehrsrechtsschutz
  • Schutz bei außergerichtlichen Streitigkeiten mit Behörden im Steuer- und Sozialrecht

Testergebnisse

Nach vollzogener Kosten- und Leistungsanalyse der unterschiedlichen Rechtsschutzversicherungen hat sich folgendes Ranking ergeben:

Position Versicherungsgesellschaft
1 ÖRAG
2 ARAG
3 Auxilia
4 Rechtsschutz Union
5 WGV

Testsieger

Nach umfassender Analyse der Versicherungsstruktur geht die ÖRAG als Testsieger hervor. Insbesondere in puncto Versicherungsleistungen hat sie mit einem umfassenden Leistungsumfang auffahren können, der ebenfalls den Punkt „Schutz in außergerichtlichen Streitigkeiten“ zum Vertragsgegenstand macht.  Im Gegensatz dazu zeichnete die Kostenanalyse ein befriedigendes Ergebnis ab, die eine Besonderheit bereithält: unabhängig von der Tarifart, ob mit oder ohne Selbstbehalt, erhielten Paare und Familien denselben Versicherungsschutz wie Singles, ohne einen Aufschlag zahlen zu müssen. Hinter der ÖRAG hat sich die ARAG als zweitbeste Rechtsschutzversicherung platziert. Dies hat sie ihrer attraktiven Kostenstruktur zu verdanken. Verglichen mit dem teuersten Versicherungsbeitrag bietet die ARAG Familien, Singles oder Paaren ein Einsparpotenzial von über 55 Prozent. Daneben überzeugt die ARAG mit unbegrenzten Deckungssummen im In- und Ausland und erlaubt die Leistungsoptimierng ohne Mehraufwand.

Rechtsschutzversicherung bei Finanztest

Das Versicherungskonzept der Rechtsschutzversicherung wurde von Finanztest (Stand: 10/2014) einer eingehenden Analyse unterzogen. Im Zuge dessen ist das Leistungsportfolio von 33 Rechtsschutzversicherern der unterschiedlichen Bereichen  Privatrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz und Berufsrechtsschutz genauestens unter die Lupe genommen worden. In die Grundgesamtheit der zu prüfenden Rechtsschutzversicherungen fielen jene, die einen grundsätzlichen Rechtsschutz in den unterschiedlichen Rubriken der Lebensbereiche bieten und  bei Schadensersatzansprüchen weltweite Gültigkeit besitzen. Dabei wurden die zu überprüfenden Rechtsschutzversicherungen hinsichtlich folgender Kriterien einer näheren Betrachtung unterzogen:

Versicherungsbedingungen: die Versicherungsbedingungen flossen zu 90 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Hierbei hat man genau hingeschaut mit welchem Leistungsumfang die jeweilige Rechtsschutzversicherung in Erscheinung tritt. Eine positive Resonanz bekamen Versicherungen, die ihren Versicherungsnehmern bereits bei vorgerichtlichen Widerspruchsverfahren Rechtsschutz boten. Neben dem Umfang waren der Kreis der mitversicherten Personen, die Höhe der Versicherungssumme, wie auch die Wartezeiten ebenso entscheidend für die Bewertung der Rechtsschutzversicherungen.
Verständlichkeit: diese floss mit 10 Prozent in die Gesamtbeurteilung ein. Dabei lag das Augenmerk ihrer Evaluation in der Lesbarkeit, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit der präsentierten Informationen.

Nach eingehender Analyse der unterschiedlichen Policen, haben gleich vier Rechtsschutzversicherungen den Titel „Testsieger“ für sich entscheiden können:

Rechtsschutzversicherung Tarif
Allrecht DEURAG Privat
DAS Premium
Arag Aktiv Premium
HDI/Roland Basis + RisikoPlus + Rundum Sorglos

Im Großen und Ganzen haben die untersuchten Rechtsschutzversicherungen mit einem sehenswerten Leistungsspektrum in Erscheinung treten können. So umfassend ihr Leistungsportfolio sein mag, zeigt der Test, dass sich deutliche Preisunterschiede bemerkbar machen. Somit müssen sich Versicherungsnehmer darauf einstellen, dass sie für einen ganzheitlichen Rechtsschutz einen jährlichen Versicherungsbeitrag zwischen 222 und 458 Euro zu zahlen haben.

Höherer Selbstbehalt führt zu Preisnachlässen

Grundsätzlich gingen die Tester davon aus, dass die Versicherungspolicen einen Selbstbehalt in Höhe von 150 Euro zum Vertragsgegenstand machen. Bestünde dieser nicht, würde sich die Rechtsschutzversicherung um 100 Euro erhöhen. Im Gegensatz dazu führt eine Selbstbeteiligung von 250 Euro zu einem jährlichen Preisnachlass von 30 Euro. Ferner sichert längst nicht jede Rechtsschutzversicherung alle Lebensbereiche ab, so dass diese zusätzlich abgeschlossen werden müssen. Daher empfiehlt sich vor Abschluss genau abzuwägen welche Bereiche mit der Police abzuschließen sind.

Rechtsschutz Test 2014 – Ökotest kürt gleich drei Gewinner

Über 60 Tarife wurden getestet (Test: Januar 2014). Als Kriterium für die Aufnahme in den Test galt, dass der Rechtsschutz aus den Bereichen Privat-, Miet-, Verkehrs- und Berufsrechtsschutz verbunden werden muss. Außerdem wurde der Fokus auf Familientarife gelegt, die neben den Eltern auch gleich die Kinder mitversichern. Die Degenia, Roland, und die Rechtsschutz-Union konnten sich als die drei Testsieger durchsetzen. Hinsichtlich des  Preis-Leistungs-Verhältnisses konnten die Anbieter am meisten von ihrem Rechtsschutz überzeugen.

Besonders hervorzuheben ist noch einmal, das ein Preis- und Leistungsvergleich für die Verbraucher sehr wichtig ist, da die Preisspannen auch im Bereich der Rechtsschutzversicherung enorm groß sind. Teilweise bieten Versicherer die exakt gleichen Leistungen zu stark abweichenden Preisen an. Vor allem die kleineren und die Spezialanbieter können mit guten Preisen punkten. Auch die Leistung und der Service sind bei Spezialanbietern meist besser. Vergleichen Sie mit unserem Rechner aktuelle Anbieter direkt Online.

Die besten Versicherungen im Preis/Leistungsverhältnis

Diese Rechtsschutzversicherer bieten neben umfangreichen Leistungen auch geringe Beiträge:

  1. DEVK
  2. ARAG
  3. DMB Rechtsschutzversicherung
  4. Degenia

Rechtsschutzversicherungen – die Testergebnisse von Finanztest

In Ausgabe 01/2012 hat die Stiftung Warentest die Rechtsschutzversicherungen verglichen und ist zu folgendem Resultat gelangt:

Rang Versicherungstarif Bewertung
1 DAS im Tarif Premium 1,8 (gut)
2 HDI im Tarif Direkt Rundum Sorglos 1,8 (gut)
3 HDI-Gerling im Tarif Rundum Sorglos 1,8 (gut)
4 Alte Lepziger im Tarif 10 Top Star + erwit. Leist. 1,9 (gut)
5 Bruderhilfe im Tarif Plus 1,9 (gut)

In unserem Rechner sind die Angebote nach dem Preis sortiert. Der Testsieger DAS befindet sich weiter unten.

Rechtsschutz beim Testsieger

Mit einer Finanztest-Bewertung von 1,8 kann in der aktuellen Untersuchung die DAS Versicherung als Testsieger aus der Stiftung Warentest hervorgehen. Getestet wurden die Tarife bei einem Selbstbehalt von 150 Euro. Die jährlichen Kosten betragen bei der besten Rechtsschutzversicherung im Test 307 Euro. Der ergänzende Zusatzschutz für Mietrechtsschutz kostet 51 Euro mehr. Grundsätzlich bieten alle Versicherungen günstigere Konditionen für Angestellte im öffentlichen Dienst. Hier kostet die Privat-Rechtsschutz lediglich nicht mehr als 257 Euro. Wenn es um Leistung geht, ist die DEURAG ganz oben mit Ihren Tarifen dabei. Auch der Service ist hier exzellent. Dafür liegt der Preis etwas über dem Durchschnitt. Für den besten Mix aus Preis und Leistung bietet sich unter anderem die Auxilia an.

Was getestet wurde

Im aktuellen Test standen die sogenannten Kombiprodukte der Versicherungen im Vergleich, die folgende Leistungen enthalten:

  • Privatrechtsschutz- Streitigkeiten im privaten Leben
  • Berufsrechtsschutz- Beim Streit im Arbeitsverhältnis
  • Verkehrsrechtsschutz- Bei Unfällen im Straßenverkehr
  • Mietrechtsschutz- Bei Problemen mit dem Vermieter

Gute Rechtsschutzversicherungen zahlen gleich

Gute Rechtsschutzversicherer zeichnen sich laut Finanztest dadurch aus, dass sie ein hohes Leistungsspektrum bieten. So übernehmen Policen die Gebühren bereits dann, wenn der Anwalt einen Widerspruch verfasst. Versicherungen mit einem Finanztest-Qualitätsurteil von befriedigend oder gar nur ausreichend zahlen die Anwaltsgebühren jedoch nicht im Vorfeld.

Wartezeiten bei der Rechtsschutzversicherung

Aus dem Test geht hervor, dass bei einer Rechtsschutzversicherung stets mit einer Wartezeit von drei Monaten gerechnet werden muss. Zumindest betrifft das die wichtigsten Rechtsgebiete wie:

  • Dem Vertragsrecht
  • Dem Steuerrecht
  • Dem Gang zum Sozialgericht

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Künftige Streitigkeiten

Die Versicherung kommt für Streitfälle in diesem Zeitraum und für alle zuvor geschehenen Ereignisse nicht auf. Es handelt sich bei der Rechtsschutzversicherung um eine reine Vorsorge bzw. die Kostenübernahme für künftige Geschehnisse.

Vergleich nach Beiträgen

Finanztest hat in ihrer Untersuchung auch die Beiträge berechnet. Die günstigsten Versicherer im Test in dieser Kategorie sind unter anderen:

  1. WGV-himmel­blau mit befriedigend
  2. WGV Basis mit befriedigend
  3. BGV Badische pro SB befriedigend
  4. Auxilia mit gut

Bei der Auxilia fällt ein Jahresbeitrag von 172 Euro an. Dieser Versicherer konnte unter den günstigsten Tarifen noch eine gute Bewertung bei der Stiftung Warentest erreichen und kann daher auch empfohlen werden. Im Vergleich dazu wird beim Testsieger in dieser Kategorie lediglich ein Jahresbeitrag von 144 Euro verlangt. Hier haben die Versicherten jedoch mit etlichen Ausschlüssen zu rechnen.

Gebührenordnung

Rechtsanwälte werden nach dem jeweiligen Streitwert vergütet. Bei einem Streitwert von 5.000 Euro muss gemäß 1,3 Geschäftsgebühr mit folgenden Unkosten gerechnet werden.

  1. Betreiben des außergerichtlichen Geschäfts 746 Euro
  2. Mit Wahrnehmung eines gerichtlichen Termins: 1.175 Euro

Ohne eine Rechtsschutzversicherung müssen die gesamten Gebühren selbstständig vom Auftraggeber getragen werden. Hier finden Sie das Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Telefonberatung und Selbstbeteiligung

Mit einer Privat-Rechtsschutz haben die Kunden das Recht auf telefonische Beratung bei fast allen Tarifen. Und das rund um die Uhr. Mit einer solchen Hotline erhalten die Versicherungsnehmer sofortige Informationen über einzelne Rechtsfragen. Um die Beitragszahlungen zu mindern, wird empfohlen, dass eine Selbstbeteiligung von etwa 150 Euro mit dem Anbieter vereinbart wird.

Tücken der Rechtsschutzversicherung

Wird eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen glaubt man sich in sämtlichen rechtlichen Lebenslagen bestens abgesichert. Umso erschreckender erscheint die Tatsache, wenn der Versicherer, der Bitte um Erstattung mit Ablehnung nachkommt. Um mit derartigen Situationen keine Bekanntschaft machen zu müssen, kann es sinnvoll sein, sich mit den Tücken der Rechtsschutzversicherung vertraut zu machen:

Deckungssumme

Mit dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist eine Versicherungssumme von mindestens 500.000 Euro zu vereinbaren. Allerdings bieten einige Versicherungsgesellschaften ihre Policen mit unbegrenzter Deckung an. Sofern sich der Rechtsschutz nicht nur auf das deutsche Recht beziehen soll sondern weltweit, ist die Deckungssumme auf mindestens 25.000 Euro festzulegen.  Wenn mit der Versicherung eine Kaution bei Strafangelegenheiten erwirkt werden soll, ist die Versicherungssumme für In- und Ausland auf 100.000 Euro zu festzusetzen.

Selbstbeteiligung

Um die jährlich zu entrichtenden Versicherungsbeiträge möglichst niedrig zu halten kann bereits ein Selbstbeteiligung von 150 Euro durchaus vorteilhaft sein. Mit Vereinbarung eines Selbstbehalts  entkommen Versicherer einer Vielzahl von Bagatellfällen und können zudem ihre Versicherungsbeiträge niedrig halten. Ferner sehen einige Versicherungsgesellschaften die Selbstbeteiligung als Möglichkeit, den Versicherten mit einem entsprechenden Rabatt auszustatten, falls dieser sich keinen Rechtsstreit zu Schulden kommen lässt.

Stichentscheid durch eigenen Anwalt

Erklärt die Rechtsschutzversicherung das Gerichtsverfahren für erfolglos, kann er sich seiner Versicherungspflicht entsagen. Sofern die Klausel „Stichentscheid“vertraglich vereinbart wird, hat der Versicherte die Möglichkeit, einen Anwalt mit der Prüfung der Erfolgsaussichten, auf Kosten der Rechtsschutzversicherung, zu beauftragen. Kommt der Anwalt zu dem Entschluss, dass Erfolgsaussichten bestehen, kann die Rechtsschutzversicherung zur Zahlung des ersten Schritts herangezogen werden.

Mitversicherung von Ereignissen vor Vertragsabschluss?

Grundsätzlich sollte innerhalb der Rechtsschutzversicherung eine Zulässigkeit der Ereignis-Theorie bestehen. Diese besagt, dass der Zeitpunkt der Beeinträchtigung für ihren Rechtsanspruch entscheidend ist und nicht der Zeitpunkt des Ereigniszeitpunkts.

Beispiel: Ein Mangel an einem Neuwagen macht sich erst im Laufe bemerkbar. Somit unterstützt die Rechtsschutzversicherung den Versicherungsnehmer dabei, Schadensersatzansprüche und Garantien zu erwirken. Selbst wenn der Kaufzeitpunkt vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung vollzogen wurde.

Mediation

Während die Beilegung eines Streits mithilfe eines Schlichters seine Vorteile hat, birgt sie Gefahren wenn sie für einige Schadensfälle vorgeschrieben wird. Somit würden Versicherte die ordentlichen Fristen für ein Gerichtsverfahren versäumen. Zudem kann bei entsprechender Dickköpfigkeit der streitenden Parteien die Kompromissbereitschaft fehlen. Ferner ist es dem Versicherer nicht gestattet , Beschränkungen bei der Auswahl des Mediators auszusprechen. Gibt es Bereiche in denen der Rechtsschutzversicherer keine Deckung der Gerichtsverfahren gewährleistet, sollte er zumindest die Kosten einer Mediation wie auch außergerichtliche Beilegung tragen. Zahlreiche bieten die Inklusion dieser Versicherungsklausel im Zusammenhang mit Erbschaftsstreitigkeiten und Scheidungsfällen an.

Kapitalanlegerklagen

Zahlreiche Versicherungen reagieren oftmals mit Ablehnung, wenn es um den Rechtsschutz bei Kapitalanlegerverfahren geht. Allerdings gibt es einige, die auch dieses Leistungsmerkmal vertraglich vereinbaren, jedoch zu deutlich höheren Versicherungsbeiträgen. Daher ist Versicherungsnehmern bei der Auswahl zu empfehlen, einen genauen Blick auf die Deckung der Prozesskostenhöhe und Anlagendeckelung zu richten.

Mitglied beim Ombudsmann

Wurde die Schadenregulierung nicht zur gänzlichen Zufriedenheit des Versicherten ausgeführt und das Gefühl der Falschbehandlung macht sich verstärkt bemerkbar, besteht die Möglichkeit den Ombudsmann einzuschalten. Dieser kann sich Streitfällen bis zu einem Wert von 100.000 Euro annehmen und Urteile aussprechen, deren Einhaltung verpflichtend ist.

Freie Wahl des Anwalts ohne Nachteile

Ähnlich wie bei den KFZ Versicherungen (KFZ-Versicherung im Test) bieten Rechtsschutzversicherungen ihre Policen zu wesentlich günstigeren Versicherungsbeiträgen an, sofern sie den Rechtsanwalt aus dem versicherungsinternen Netzwerk auswählen. Allerdings ist von dieser Option eher abzuraten, da in Streitfällen am besten der Anwalt seines Vertrauen kontaktiert werden sollte.

Telefonische Anwaltsberatung

Aufgrund der Tatsache, dass jede Rechtsschutzversicherung in einem unmittelbaren Wettbewerb zu ihrer Konkurrenz steht, sind sie bestrebt darin ihre Kundenorientierung stets zu optimieren. Daher lassen sich oftmals telefonische Rechtsberatungen durch Juristen in ihrem Leistungsportfolio finden. Diese zusätzlichen Leistungen können sehr behilflich dabei sein, wenn es um die Gegenüberstellung der Prozessrisiken und dem Kostennutzen geht.

Erklärungsvideo von FriendSurance zum Thema Rechtsschutzversicherung

Fazit

Eine gute Rechtsschutzversicherung zeichnet sich vor allem durch ihre Leistungen aus. Eine 3-monatige Wartezeit muss allerdings fast immer hingenommen werden. Es wird empfohlen eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, um damit Kosten zu sparen. Alle Versicherten haben zudem Anspruch auf eine telefonische Fachberatung durch einen Anwalt.

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