Maria Capobianco
Artikel von
Aktualisiert: 11.04.2017

Handyanbieter Test

Haben wir das Wunschmodell eines Smartphones ins Auge gefasst, ist unser sehnlichster Wunsch nichts weiter, als das Handy zu erwerben und mit der ganzen Welt über Whatsapp & Co. zu kommunizieren. Doch so einfach wird uns dieser Weg nicht gemacht. Haben wir uns dazu entschlossen ein Handy zu kaufen, werden wir meistens vom Fachhändler gefragt wie wir dieses erwerben wollen, ob mit Zahlung des Gesamtpreises oder durch Aufsetzen eines Mobilfunkvertrages. Dabei entscheidet man sich im ersten Moment für die Variante, die als sehr lukrativ und ertragreich verkauft wird. Jedoch sollte dies nicht die Regel sein.

Mobilfunkanbieter im Test 2016

Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) veröffentlichte Ende November 2016 Ergebnisse ihrer Studie zum Thema Mobilfunkanbieter, die sie in Kooperation mit dem Fernsehsender N24 ermittelt hatte. 21 Handyanbieter wurden hinsichtlich Konditionen/Tarife, Angebotsumfang, Transparenz und Service bewertet. Im Gesamtergebnis ist knapp die Häflte der Anbieter gut, aber das Qualitätsmerkmal „sehr gut“ erhält keiner. Elf Handyanbieter sind nur „befriedigend“ (Quelle).

Eine Erkenntnis, die die Analysten aus den Testergebnissen ziehen, ist das enorme Sparpotenzial. Bis zu 70 Prozent der Kosten können Verbraucher sparen, wenn sie vom teuersten zum günstigsten Anbieter wechseln. Aber eine weitere Tatsache ist, dass es nicht den einen Anbieter gibt, der in jedem Fall den günstigsten Tarif bietet. Aus diesem Grund wurden verschiedenen Verbrauchergruppen gebildet:

  • Wenignutzer
  • Normalnutzer
  • Vielnutzer
  • Smartphone-Nutzer
  • Power- und Datennutzer

Testsieger der Studie im Gesamtergebnis ist Aldi Talk mit der Note 2,2. Platz zwei bis 4 belegen Edeka mobil, Yourfone und Klarmobil, die alle mit 2,3 benotet werden. Der Anbieter mit den besten Konditionen ist allerdings Simply und das sowohl für Wenig-, Normal-, Viel und Smartphone-Nutzer.

Fazit zum Test 2016

Handynutzer, die auf der Suche nach dem passenden Mobilfunkanbieter sind, sollten im ersten Schritt ihr persönliches Nutzungsverhalten analysieren und sich klar machen, was ihnen wichtig ist.  erst im zweiten Schritt lohnt der Anbietervergleich. Denn wie dieser und andere Tests zeigen, ist es wichtig zu wissen, zu welcher Nutzergruppe man gehört, dann findet man auch den passenden Tarif.

Handyanbieter Test – Testergebnisse März 2014

handyanbieter testDie verschiedenen Handyanbieter wurden 2014 von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Um aus dem Pool an Handyanbietern diejenigen herausfiltern zu können, die sich durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen, wurden die verschiedenen Anbieter anhand von unterschiedlichen Nutzerprofilen ausgewertet:

Wenignutzer: Bei diesem Profil ging man davon aus, dass im Monat 30 Gesprächsminuten vertelefoniert werden und SMS nur 14-mal zum Einsatz kommen. Zudem verbraucht die Person ein Datenvolumen von 40 MB: Dabei ist sie sechs Tage die Woche online und nutzt das Internet zu 38 % zum Abrufen von E-Mails, 57 % als reines Surfvergnügen und 5 % zum Dateidownload.

Vielnutzer: Im Gegensatz dazu telefoniert der Vielnutzende 330 Minuten und schreibt 17 SMS im Monat. Mit Blick auf das Datenvolumen verbraucht diese Person 300 MB monatlich, wovon 41 % für den E-Mailverkehr genutzt werden, weitere 54 % nur Surfen und 5 % Downloadaktivitäten darstellen.

Im Hinblick auf die weniger abhängigen Nutzer der Online Community konnte sich folgendes Ranking herausstellen:

Position Anbieter Netz
Platz 1 netzclub O2
Platz 2 hellomobil, Maxxim, Simply O2
Platz 3 blau.de E-Plus
Platz 4 Klarmobil D1
Platz 5 Absolut Mobil D2

Internet kaum gebraucht?: Für all diejenigen, die sich weniger im Internet aufhalten, könnten die Tarife der Discountanbieter Hellomobil, Maxxim und Simply sehr attraktiv sein. Diese können bereits ab einem Kostenaufwand von 5,00 € als Datentarif gebucht werden. Dabei handelt es sich um reine Prepaidangebote, die den Nutzer dazu verpflichten in Vorkasse zu treten. Darüber hinaus sind diese auch nur über Internet zu buchbar.

netzclub für Pfennigfuchser: Wer dazu tendiert aber noch viel weniger als 5,00 € ausgeben zu wollen, kann sich für die Kompaktlösung von netzclub entscheiden. Diese ist zwar mit 2,50 € monatlicher Gebühr sehr günstig, dennoch läuft man Gefahr jedes Mal mit Spam belästigt zu werden. Dadurch, dass sie nur einen Beitrag von 2,50 € abverlangt wird der Nutzer mit mindestens 30 Werbebotschaften kontaktiert, von denen er mindestens eine mit Anklicken beantwortet haben muss.

Für all diejenigen, die sich für blau.de entscheiden, zahlen sie für das Starter Kit einmalig 9,90 €, die ihnen einen Tarif ermöglichen, bei dem sie für 0,09 € in alle deutschen Netze telefonieren und simsen können. Zudem werden ihnen pro Monat 10 MB Datenvolumen kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei Überschreiten der MB Zahl, zahlen sie pro weiteren MB 0,24 €. Besitzer einer klarmobil.de-Simkarte werden ebenfalls mit 9,95 € für das Starterpaket zur Kasse gebeten. Jedoch beinhaltet die Simkarte ein Startguthaben von 10,00 € mit dem für 0,09 € in alle deutschen Netze telefoniert und geschrieben werden kann. Die Internetnutzung kann mit der Karte aber nicht realisiert werden.

Im Gegensatz dazu bietet Absolut mobil seinen Tarif gegen einen monatlichen Beitrag von 10,00 €. Diese beinhalten 60 Freiminuten in alle deutschen Festnetz- und Mobilfunknetze und ein monatliches Datenvolumen von 200 MB.

Betrachtet man die Handyanbieter der sehr aktiven Nutzer des Online Netzwerkes, ließ sich folgende Rangposition aufstellen:

Position Anbieter Netz
Platz 1 Cosmos Mobile E-Plus
Platz 2 Edeka D2
Platz 3 Freenetmobile O2
Platz 4 T-Mobile D1

Wer ständig und überall mit seinem Handy online sein will, sollte darüber nachdenken einen Flatrate Vertrag abzuschließen. Dabei können bereits einzelne Volumentarife wegen ihres geringen Preises sehr lukrativ sein, wie beispielsweise das Angebot von Cosmo Mobile, welches schon ab einem monatlichen Beitrag von 35,00 € ergattert werden kann.

Bei Wahl auf den Tarif von Edeka erwartet den Nutzer eine Simkarte mit einem monatlichen Kostenfaktor von 39,85 €. Dahingehend kann er von Inklusivleistungen profitieren, wie kostenloses Telefonieren und schreiben in alle deutschen Netze. Zudem erhält er mit Abschluss dieses Tarifes ein monatliches Datenvolumen von 3 GB.

Entscheidet man sich für den Anbieter freenetmobile, zahlt man einen monatlichen Beitrag von 29,95 €. Jedoch beinhalten diese Inklusivleistungen wie etwa Ferngespräche und inländische Netze sowie ein Datenvolumen von 500 MB.

Möchte man ein Höchstmaß an Internetzugang haben kann der Datentarif von T Mobile interessant sein. Gegen einen monatlichen Grundpreis von 32,95 € erhält der Handynutzer einen Tarif mit einem Datenvolumen von 200 MB inklusive LTE. Zudem telefoniert und simst er in alle deutschen Netze kostenlos.

Neben dem günstigsten Tarif sollte auch immer ein Blick darauf geworfen werden, wie die Konnektivität des jeweiligen Netzbetreibers ist. Hierbei ist die Stiftung Warentest auch aktiv geworden und hat vier verschiedene Mobilfunknetze hinsichtlich ihrer Qualität unter die Lupe genommen.
Dahingehend konnte folgendes Ranking erstellt werden.

Position Anbieter Note
Platz 1 Telekom 2,2
Platz 2 Vodafone 2,5
Platz 3 O2 2,8
Platz 4 E-Plus 2,8

Vor allem die Telekom konnte im Hinblick auf Internetzugang und Telefonieren sehr gute Ergebnisse erzielen. Sie zeichnet sich durch eine sehr hohe Netzverfügbarkeit aus, die wenige Verbindungsbrüche oder fehlgeschlagene Anrufe zulässt. Darüber hinaus war Datenübertragung an jedem Ort möglich, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

Platz 2 konnte das Düsseldorfer Unternehmen Vodafone D2 belegen. Bei Betrachtung der Internetverbindung war die Geschwindigkeit mit der des Konkurrenten Telekom vergleichbar. Dabei werden die meisten Datenverbindungen über das 4G Mobilfunkstandard abgewickelt. Jedoch ließen sich Mängel in der Sprachqualität bemerken, die insbesondere in Ballungsgebieten zu Verbindungsabbrüchen führten.

Die Unterstufe des Podiums markierte E-Plus, die sich hinsichtlich ihrer Netzqualität sehr verbessert haben. E-Plus verfügt zwar nicht über extensive LTE Basisstationen, dennoch ist ihrer Internetverbindung per UMTS deutlich besser geworden. Schaut man sich die Sprachqualität an ist E-Plus gleich auf mit der Telekom.

Das zweite Schlusslicht bildete O2. Bezüglich ihrer Datenverbindungen werden 37 % über das 4G LTE Netz hergestellt und 32 % über UMTS. Jedoch konnten 32 % aller Datensitzungen nur über die veraltete GSM Technik hergestellt werden, die das Surfvergnügen deutlich minderten.

Handyanbieter Test

 

Wie erkenne ich den passenden Tarif für mich?

Damit man sich für den passenden Handyanbieter und zugehörigen Tarif entscheidet ist es wichtig sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen und sich einiger Kriterien anzunehmen:
Beobachten des Telefonverhaltens: bevor man sich an die Auswahl des Wunschtarifs macht, sollte man sein eigenes Telefonverhalten im Blick behalten und dieses gemäß der Anrufsintensität, ihrer SMS Häufigkeit und des Surfvolumens analysieren.

Nutzerprofil: ist das eigene Telefonverhalten aufgedeckt worden geht es im nächsten Schritt daran dieses einem bestimmten Nutzerprofil zuzuordnen. Dabei sind folgende Profile zu unterscheiden:

  • Wenigtelefonierer- und Nutzer: Telefonate dauern bei ihm in der Regel 40 Sekunden, die zu 50 % ins Festnetz, 40 % ins Handynetz und zu 10 % an die Mailbox gehen. Ferner schreibt dieser 10 SMS, von denen 7 an fremde Handynetze verschickt werden. Hinsichtlich des Internetzugangs besitzt lediglich der Wenignutzer ein monatliches Volumen von 50 MB.
  • Normaltelefonierer- und Nutzer: Telefonate dauern in der Regel 1 Minute, die sich grundsätzlich auf das Fest- und Handynetz sowie Mailbox beschränken. Dabei werden diese größtenteils werktags geführt. Zudem schreibt er 45 SMS, die im hohen Maße an das fremde Handynetz versendet werden. Ferner besitzt der Normalnutzer ein monatliches Datenvolumen von 250 MB für Internet.
  • Vieltelefonierer: die durchschnittliche Anrufszeit beträgt 180 Sekunden, die größtenteils das Handynetz betreffen und weniger Festnetz und Mailbox. Dabei finden diese zu 80 % werktags statt. Auch hier werden SMS größtenteils an das fremde Handynetz gesendet. Zudem besitzt der Vielnutzer ein Internetvolumen von 500 MB.
  • Message Fan: sobald dieser angerufen wird handelt er seine Telefonate innerhalb von 90 Sekunden ab, wobei das Handynetz zu 60 % davon betroffen ist. Die Interaktionen mit Freunden werden auch größtenteils werktags durchgeführt. Zudem ist er mit 600 SMS ein passionierter Schreiber, der sich zu 50 % in fremden Netzen aufhält. Aufgrund der präferierten SMS Option besitzt er lediglich ein Datenvolumen von 50 MB.
  • Community Telefonierer: tätigt er einen Anruf werden sämtliche Angelegenheiten innerhalb von 90 Sekunden besprochen. Dabei telefoniert er größtenteils ins Handynetz und beschränkt diese Anrufe auf das eigene Handynetz. Ferner schreibt er im Schnitt 60 SMS von denen 10 an ins fremde Netz versendet werden. Zudem beschränkt sich die Nutzung des Internets auf monatlich 50 MB.
  • Internetnutzer: er kennzeichnet sich dadurch, dass seine Anrufe 60 Sekunden andauern, die wie beim Community Telefonierer das Handynetz betreffen. Bezüglich seiner Schreibintensität verschickt er durchschnittlich 45 SMS die größtenteils an fremde Netze gehen. Der Internetnutzer charakterisiert sich dadurch, dass ihm ein Datenvolumen von monatlich 1000 MB zur Verfügung steht.

Präferenzen festlegen: nach dem das eigene Telefonverhalten einem Nutzerprofil zugeordnet ist sollte man sich darüber Gedanken machen, wie viel für den gewünschten Handytarif pro Monat ausgegeben werden soll. Ferner sollte man im Vorfeld entscheiden, welchem Netzbetreiber man sein gänzliches Vertrauen schenken möchte.

Vergleich: stehen die monatlich aufzuwendende Summe sowie der Netzbetreiber fest, geht es im nächsten Schritt daran sich die verschiedenen Anbieter anzuschauen. Dabei kann es sinnvoll sein, die verschiedenen Anbieter mit einem Vergleichsrechner unter die Lupe zu nehmen, um aus dem Pool an Handyanbietern den zu wählen, der den eigenen Kommunikationsbedarf am besten widerspiegelt.

Weitere interessante Testergebnisse: Stromanbieter Test | Gasanbieter Test | Handyversicherung Test

Erkennung von Kostenfallen

handyanbieter test kostenAuch wenn die Entscheidung auf einen Handytarif gefallen ist, sei es Vertrag oder Prepaid, sollte man immer auf der Hut vor versteckten Kosten sein. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, folgende Einzelheiten zu beachten:

Unechtes Prepaid: mit der Nutzung der Prepaidfunktion geht man davon aus, dass die Nutzung nur solange gegeben ist, wie auch Guthaben auf dem Handy verbleibt. Dennoch gibt es Anbieter, die das Telefonieren auch nach 0 Setzung des Guthabens zulassen. Dies hat zur Folge, dass der Nutzer nicht ahnt, dass sein Guthaben überzogen ist und ihn die böse Überraschung erst bei eintreffen der Kreditkartenabrechnung erwartet. Hat der Handynutzer eine automatische Aufladung per Lastschrift eingerichtet, verliert er total den Überblick über seine Anrufintensität und kann damit schneller als erwartet in die Schuldenfalle schlittern. Dagegen gibt es aber auch echte Prepaidtarife, die nach Guthabenablauf das Gespräch mit sofortiger Wirkung beenden.

Fehlende Datenflatrate: wer sein Handy nicht nur zum Telefonieren nutzt, sondern immer und überall über Internet und Kommunikationsplattformen vernetzt ist, kommt nicht um eine Datenflatrate herum. Auch wenn das Internet nicht gebraucht werden sollte, sind Smartphone Besitzer trotzdem besser gestellt wenn sie die zugehörige Datenflatrate besitzen. Denn mit den vorhandenen Apps auf den Handys greift man automatisch auf das Internet zu ohne es zu merken. Mit der Datenflatrate verfügt der Nutzer über ein beschränktes Datenvolumen, welches er im Monat verbrauchen kann. Ist er nicht im Besitz einer derartigen Flatrate, so wird jede Internetnutzung einzeln abgerechnet, die in der Summe sehr viel höher ist als das Hinzubuchen einer Flatrate.

Telefonieren und Surfen im Ausland: sobald man sich dazu entscheidet im Ausland auch weiterhin mit sämtlichen Applikationen vernetzt zu sein, wie im Inland, kann dies schnell in horrende Kosten ausarten. Denn im Ausland bestehen nicht dieselben Tarifbestimmungen wie in Deutschland.

Wer dennoch im Ausland erreichbar sein möchte, muss ab dem 1. Juli 2014 mit folgenden Kosten rechnen:

  • Abgehende Telefonate pro Minute -> 0,23 €
  • Ankommende Telefonate pro Minute -> 0,06 €
  • Versendete SMS -> 0,07 €
  • Verbrauchtes Megabyte Daten (mobiles Internet) -> 0,24 €

Wer zu denjenigen gehört, der keine unnötigen Kosten für die Handynutzung im Urlaub eingehen will, sollte das Datenroaming ausschalten.

Fazit

Wer mit seinem jetzigen Handyanbieter und Tarif unzufrieden ist, dem sei die Überlegung zum Anbieterwechsel anzuraten. Der Test hat gezeigt, dass sich je nach Nutzungsintensität vielversprechende Angebote finden lassen. Dabei sollte das eigene Telefonverhalten im Vorfeld analysiert werden. Begibt man sich auf die Suche nach dem passenden Handytarif wird man von unzähligen Tarifoptionen erschlagen. Dahingehend sollte die Suche und Auswahl des Handytarifs mit einem Vergleichsrechner ausgeführt werden. Somit werden dem Interessenten alle zum Nutzerprofil stimmigen Tarife in einer Übersicht angezeigt, aus der er ganz einfach den Tarif auswählen kann, welcher das eigene Telefonverhalten am besten widerspiegelt.