Private Altersvorsorge: Großes Potenzial bei Frauen und jungen Menschen
Marc Bebenroth
Artikel von
Veröffentlicht: 08.08.2017
Aktualisiert: 08.08.2017

Private Altersvorsorge: Großes Potenzial bei Frauen und jungen Menschen

Zu gleich drei Umfragen wurden zu Beginn dieses Monats Ergebnisse veröffentlicht. So sei die Sorge um die Rentenlücke bei der Mehrheit vorhanden. Ein getrübtes Bild in Sachen Altersvorsorge zeichnet dagegen die zweite Umfrage unter Frauen, wonach nur ein kleiner Teil privat fürs Alter spart. Zuletzt wurden junge Deutsche auf das Thema angesprochen, die scheinbar mehrheitlich resigniert haben.

Mehrheit ist sich Rentenlücke bewusst

Private Altersvorsorge: Großes Potenzial bei Frauen und jungen MenschenIn deutschen Haushalten ist die Befürchtung verbreitet, im Alter den gewohnten Lebensstandard nicht mit der gesetzlichen Rente allein halten zu können. Knapp über die Hälfte der Teilnehmer an einer Forsa-Umfrage äußerte sich entsprechend. Vor allem kam die von Union Investment beauftragte Umfrage zu dem Ergebnisse, dass 77 Prozent privat vorsorgen. 46 Prozent der Befragten zeigten sich sogar bereit, für einen früheren Renteneintritt mehr privat vorzusorgen. (procontra-online vom 02.08.2017)

Mit ihrer privaten Altersvorsorge gaben sich knapp 40 Prozent zufrieden. Die Möglichkeiten sind in der Tat vielfältig. Die einzelnen Altersvorsorgearten eignen sich nicht für jeden Sparer pauschal. Wichtig ist immer, dass die richtige Altersvorsorge gewählt wird. (Altersvorsorge Test) Dass die Mehrheit der von Forsa befragten nicht glücklich mit der Form ihrer Altersvorsorge sind, könnte an unpassenden Sparprodukten liegen.

Eine von drei Frauen sorgt privat vor

Zu einem anderen Ergebnis kam die im Auftrag von Amundi Asset Management durchgeführte Umfrage von YouGov unter 1.000 Frauen. Die Befragten im Alter zwischen 35 und 55 Jahren beschäftigen sich demnach zu 44 Prozent gar nicht mit dem Thema Altersvorsorge. Wirklich fürs Alter ansparen würden lediglich ein knappes Drittel der Frauen. 37 Prozent sparen nur unregelmäßig. Nach dem wichtigsten Aspekt befragt, antworteten mehr als die Hälfte mit „Sicherheit“. (procontra-online vom 02.08.2017)

Wie die Ergebnisse dieser zweiten Umfrage zeigen, könnte ein Teil von ihnen mit besserem Wissen um die Möglichkeiten der privaten Altersvorsoge zum Sparen bewogen werden. Die Komplexität der Materie erfordert in jedem Fall kompetente und vertrauensvolle Beratung. Für jeden Einzelfall muss nämlich genau durchgerechnet werden, welche Form der Altersvorsorge sich jeweils lohnt.

Haben junge Deutsche resigniert?

Von einer dritten Umfrage wurden vorherige Woche ebenfalls die Ergebnisse bekannt. Im Auftrag der Postbank führte TNS Emnid eine Befragung durch. Insgesamt 1.107 Deutsche nahmen daran teil. Interessant ist an den Ergebnissen, wie sich junge Menschen zur privaten Altersvorsorge verhalten. Von den 16- bis 29-Jährigen befürchten demnach fast 35 Prozent finanzielle Einschnitte im Alter. Doch diese Gruppe unternimmt nichts gegen diesen Einkommensverlust. Der Anteil derer, die schon mit junge Jahren privat vorsorgen beträgt rund 39 Prozent. (cash-online.de vom 03.08.2017)

Die Ergebnisse ergänzte Karsten Rusch von der Postbank wie folgt: »Je jünger der Arbeitnehmer und je ferner das Renteneintrittsalter, desto größer fällt die zu erwartende Rentenlücke aus, das heißt die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente.« Dass diese Gruppe der Befragten auf eigene Vorsorgemaßnahmen bewusst verzichte erklärte sich Rusch so: »Offenbar bezweifeln viele junge Deutsche, dass sie aus eigener Anstrengung in der Lage sind, diese Lücke zu schließen – und unterlassen als Konsequenz jegliche Vorsorgeleistung.« (ebd.)

Wahl-O-Mat: Altersvorsorge in den Wahlprogrammen

Anhand der Wahlprogramme der Parteien zur kommenden Bundestagswahl ließ es sich das Deutsche Institut für Altersvorsorge nicht nehmen und baute einen eigenen Wahl-O-Maten. Mit 34 Antworten wird den Nutzern die Partei mit der größten inhaltlichen Übereinstimmung gefunden.

Zur Wahldiagnose des DIA.

Kompetente Rentenberatung von Experten

Wenn es um eine kompetente Rentenberatung geht, dann haben Verbraucher grundsätzlich immer zwei Ansprechpartner. Bei Fragen zur gesetzlichen Rente weiß die Deutsche Rentenversicherung am besten, mit welchen Abzügen zu rechnen ist und wie man sie abfedern kann. Spätestens mit dem 50. Geburtstag sollte dieser Service auch in Anspruch genommen werden. Dabei kann einem auch geholfen werden, wenn es um die eigene Riester-Rente geht. (Riester-Rente Test)

Zum anderen sind unabhängige Versicherungsmakler die beste Anlaufstelle, wenn es um den Beginn der privaten Altersvorsorge geht. Die Optionen sind zahlreich. Jedes Produkt wird in unterschiedlichen Varianten von vielen Anbietern bereitgehalten. Ob nun eine private Rentenversicherung (Private Rentenversicherung Test) oder eine Kapitallebensversicherung (Kapitallebensversicherung Test) die bessere Wahl ist, das findet man zusammen mit dem Experten heraus.

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