pflegeversicherung test 2014
Mario Müller
Artikel von
Veröffentlicht: 21.07.2014
Aktualisiert: 24.10.2016

Beste Pflegeversicherung 2014 – IVFP hat getestet

Mit erfolgreichem Abschluss des Studiums beginnt für viele eine aufregende Phase, der Start ins Berufsleben. Mit diesem Lebensabschnitt wittern auch Versicherungsgesellschaften das große Geschäft. Sobald wir die ersten Wochen als angehender Manager in dem neuen Unternehmen erfolgreich bewältigt haben, erreichen uns oftmals Anrufe verschiedener Versicherungsgesellschaften, die sich nach unserer derzeitigen beruflichen Situation erkundigen. Im Laufe des Gesprächs geben sie den Auftakt dafür, dass es an der Zeit wäre, sich Gedanken um die eigene Vorsorge zu machen. Nach ausführlicher Unterredung und Gewinnen unseres Interesses vereinbaren wir gleich einen Beratungstermin mit dem Versicherungsvertreter. Ist der Tag des Termins eingetroffen, setzen wir große Erwartungen in die Kompetenzen des Vorsorgeberaters und dürfen gespannt sein, welche vorsorglichen Maßnahmen für uns Berufseinsteiger relevant sind. Während der Beratung präsentiert er uns, von der Altersvorsorge über Berufsunfähigkeit bis hin zur Pflegeversicherung, sämtliche Module zur eigenen Vorsorge. Dabei unterstreicht er insbesondere die Wichtigkeit der Pflegeversicherung. Im ersten Moment fragen wir uns, warum die Pflegeversicherung so eine große Rolle in unserem Leben spielt, dass wir immerzu, zu ihrem Abschluss geraten werden.
Als Berufseinsteiger lernen wir ein ganz anderes Arbeitsumfeld kennen und je nach Berufssparte setzen wir uns auch unaufhaltsamen Gefahren aus. Da kann es schnell geschehen, dass wir uns infolge eines Unfalls tragische Verletzungen zuziehen. Mit der passenden Berufsunfähigkeitspolice (Berufsunfähigkeitsversicherung Test) im Gepäck müssen wir uns um unsere finanzielle Zukunft keine Sorgen machen. Je nach Schwere des Unfalls kann es aber durchaus passieren, dass wir für den Rest unseres Lebens auf fremde Hilfe angewiesen sind und somit die Pflegeversicherung zum Tragen kommt. Jedoch erfahren wir im Bereich der Pflege, dass die gesetzliche Versicherung nicht ausreichen wird, um die Pflegekosten gänzlich zu decken. Vor diesem Hintergrund tut man sich mit dem Abschluss einer Pflegeversicherung einen Gefallen, um im Pflegefall auf keinerlei Leistungen verzichten zu müssen. Die Pflegeversicherung im aktuellsten Test 2014.

Pflegeversicherung – Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat getestet

Aufgrund der stetigen Kostenzunahme, der wir im Bereich der Pflegeversicherung ausgesetzt sind, hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung 74 Tarife von 14 Pflegerentenversicherern unter die Lupe genommen. Demzufolge wurden die verschiedenen Versicherungen im Hinblick auf Unternehmenssicherheit und Preis-Leistungs-Verhältnis einer näheren Betrachtung unterzogen.
Dabei gingen die Unternehmenssicherheit und das Preis-Leistungs-Verhältnis zu jeweils 35 % in die Gesamtbeurteilung ein. Demgegenüber überprüfte man auch die Transparenz der Versicherungsbedingungen, die mit 20 % gewichtet wurde. Ferner wurde auch die Serviceorientierung der verschiedenen Versicherer mit einer Gewichtung von 10 % untersucht.
Unter Berücksichtigung aller Kriterien konnten in den verschiedenen Bereichen folgende Rankings aufgestellt werden (zum kompletten Pflegeversicherung Test):

Entscheidet sich ein Versicherungsnehmer für den Basis-Schutz einer Pflegeversicherung und ist Angehöriger der Pflegestufe III sind folgende Anbieter interessant:

  • IDEAL (IDEAL PflegeRente Basis-Tarif)
  • Zurich Dt. Herold (Zurich PflegeRente Basis)
  • Basler Leben (Basler PflegeRente Elementar)
  • Mit der Entscheidung für einen Komfort-Schutz und Zugehörigkeit der Pflegestufe II oder III könnten folgende Versicherer positiv in Erscheinung treten:
  • IDEAL (IDEAL PflegeRente Klassik)
  • Zurich Dt. Herold (Zurich PflegeRente Klassik)
  • Volkswohl Bund (PflegeVorsorge Komfort)
  • Sofern ein Exklusiv-Schutz gewünscht ist, der alle Pflegestufen aufnimmt, haben folgende Versicherungsgesellschaften überzeugen können:
  • IDEAL (IDEAL PflegeRente Exklusiv)
  • Allianz (Allianz PflegePolice Flexi)
  • Zurich Dt. Herold (Zurich PflegeRente Exklusiv)

Fällt die Entscheidung auf einen Top Tarif der Pflegeversicherung 2014, der die Auszahlung eines Einmalbetrages gewährleistet, sollte das Portfolio der nachfolgenden Versicherer überprüft werden:

  • IDEAL (IDEAL PflegeRente Basis)
  • Volkswohl Bund (PflegeVorsorge Basis)
  • Zurich Dt. Herold (PflegeRente Basis)

Im Großen und Ganzen hat ein Großteil der Versicherungsgesellschaften seine Hausaufgaben gemacht und ihr Leistungsspektrum mit weiteren Details erweitert. Demnach offerieren sie neben ihren Grundleistungen auch sogenannte Assistance-Leistungen. Diese Assistance-Leistungen bestehen aus einer Beratungshotline, die dem Versicherungsnehmer bei allen aufkommenden Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber nicht nur die Leistungsvielfalt der einzelnen Versicherer hat zugenommen, sondern auch ihre Leistungsbereitschaft. Infolgedessen werden 80 % der Versicherungsgesellschaften bei Vorliegen eines Pflegefalls gleich aktiv und bescheren ihm bei Kundgebung der Pflegebedürftigkeit sofortigen Leistungsanspruch. Darüber hinaus machen, in 70 % der Fälle, Versicherungsgesellschaften die Leistung für Hinterbliebene vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit zum Gegenstand ihrer Versicherungspolice. Dagegen bieten 30 % diese Option nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit an. 27 % der untersuchten Versicherungen verhelfen dem Patienten, mit der Wiedereingliederungshilfe, zu einem unabhängigeren Leben.

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Weitere interessante Testergebnisse: Lebensversicherung Test | Unfallversicherung Test | Rentenversicherung Test

Die Pflege-Testsieger

Bei Betrachtung der verschiedenen Rankings und Auswertungen der Testergebnisse hat IDEAL auf ganzer Linie von ihrem Versicherungskonzept überzeugen können. Mit dem Abschluss bei der IDEAL wird den Versicherungsnehmern eine Pflegelösung angeboten, die sich ihren individuellen Bedürfnissen anpasst. Ihr Tarif zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. Infolgedessen können Versicherungsnehmer nach Belieben über die Art der Beitragszahlung entscheiden. Ferner haben Versicherte die Möglichkeit, ihre laufenden Beiträge, mit Einmalzahlungen, zu schmälern. Kommt es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes müssen Versicherte keine Rückstufung befürchten, diese bleibt ihnen erhalten, sofern sie mindestens zwölf Monate eine Pflegerente der Pflegestufe II oder III erhalten haben. Neben der vertraglich vereinbarten Rente, bekommt der Versicherungsnehmer auch eine Plus-Rente von 30 %, die ihm für die Dauer der Pflegebedürftigkeit garantiert wird.

Was sagt die Pflegeversicherung aus?

Bei der Pflegeversicherung handelt es sich um einen Versicherungsschutz, der das Kostenrisiko bei Eintreten einer Pflegebedürftigkeit absichert. Beschäftigt man sich genauer mit dem Wesen der Pflegeversicherung stoßen wir auf verschiedene Pflegekonzepte, die uns im vorliegenden Fall zur Verfügung stehen:

Ambulante Pflege: mit dem Eintritt eines Pflegefalls möchte man dem Patienten das Leben in seiner gewohnten Umgebung ermöglichen. Diese Versorgung lässt sich mit der Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes gewährleisten. Dabei greifen sie den Patienten in sämtlichen Tätigkeiten des täglichen Lebens tatkräftig unter die Arme. Häufig beschränkt sich ihre Tätigkeit auf die Betreuung des Patienten im Haushalt oder ihn mit medizinischen Maßnahmen zu versorgen. Jedoch gibt es eine Vielzahl von ambulanten Diensten, die ihre Dienstleistung erweitert haben. Demzufolge bieten sie neben der eigentlichen Betreuungsleistung auch Dienste an, wie etwa die Vermittlung von warmen Speisen oder Beratungen hinsichtlich der Pflanzen- und Tierversorgung. Ferner vermitteln sie auch ehrenamtliche Mitarbeiter, die den Patienten zu Ärzten und Einkaufstouren begleiten.

Stationäre Pflege: kann die Aufsicht des zu pflegenden Patienten mit dem ambulanten Pflegedienst nicht mehr bewerkstelligt werden, muss sich die betreffende Person an ein Leben im Pflegeheim gewöhnen. Dabei lassen sich grundsätzlich zwei Pflegeformen unterscheiden:

Vollstationäre Pflege: diese Art der Pflege ist dadurch gekennzeichnet, dass der Patient in einer Altenpflegeeinrichtung rund um die Uhr von fachmännischem Personal betreut wird.

Teilstationäre Pflege: im Gegensatz dazu bietet die teilstationäre Pflege die Möglichkeit, dass ein sehr bedürftiger Patient trotz allem in seinen eigenen vier Wänden weiterhin betreut werden kann. Des Weiteren werden sie durch die inbegriffene Tages- und Nachtpflege von professionellen Mitarbeitern betreut und stellen damit eine Kombination aus häuslicher und stationärer Pflege dar.

Kurzzeitpflege: das Konzept der Kurzzeitpflege findet Anwendung, wenn der Angehörige mit den pflegerischen Pflichten kurzfristig entlastet oder der Patient, nach einem längeren Krankenhausaufenthalt, auf die Heimrückkehr vorbereitet werden soll. Dabei wird die pflegebedürftige Person für die Dauer von vier Wochen in einer vollstationären Einrichtung betreut. Im Hinblick auf die Leistungen beinhaltet die Kurzzeitpflege sämtliche Tätigkeiten, die mit der Aktivierung des Organismus in Verbindung stehen. Darunter zählen die Grund- und Behandlungspflege, Mobilisierung und Gymnastik sowie Beschäftigungsangebote und Beratungsgespräche hinsichtlich der Pflege.

Ersatzpflege: diese Option wird genutzt, sobald die Pflegekraft ihren Betreuungspflichten nicht nachkommen kann. Dahingehend wird dem Patienten eine andere als die vorgesehene Betreuungsperson zur Seite gestellt. Dabei kann es sich um einen Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes oder eine Privatperson handeln. Diese gewähren ihm für die Dauer von 28 Tagen pro Jahr eine ganzheitliche Versorgung.

Um einen Anspruch auf Pflege geltend machen zu können, muss der Pflegebedürftige im Besitz einer Pflegestufe sein. Die Pflegestufe wird dem Patienten nur verliehen, wenn dieser Unterstützung bei den zu bewältigenden Aktivitäten hinsichtlich der Körperpflege, Ernährung und Mobilität benötigt. Ferner wird der Zeitaufwand im Hinblick auf Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung ebenfalls in die Entscheidung mit einbezogen.

Dahingehend müssen folgende Voraussetzungen bestehen, um in eine der drei Pflegestufen zugeordnet zu werden:

Pflegestufe I: die Pflegestufe eins signalisiert erhebliche Pflegebedürftigkeit. Um in ihren Besitz zu gelangen, muss der Patient bei mindestens zwei Handlungen der Körperpflege Unterstützung benötigen. Darüber hinaus wird ein Aufwand von mehr als 45 Minuten für die Grundpflege vorausgesetzt. Ebenso sollte er mehrfach auf Hilfe bezüglich der hauswirtschaftlichen Versorgung angewiesen sein.

Pflegestufe II: Menschen, die der Pflegestufe zwei angehören sind von einer schweren Pflegebedürftigkeit gekennzeichnet. Ihre Einordnung unterstellt, dass der Patient bei mindestens drei Aktivitäten hinsichtlich der Körperpflege Unterstützung braucht. Ferner sind die zu erledigenden Tätigkeiten in der Grundpflege unter einem Aufwand von 120 Minuten nicht zu meistern. Zusätzlich bedarf er mehrfacher Unterstützung in der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Pflegestufe III: Angehörigen der Pflegestufe drei wird schwerste Pflegebedürftigkeit attestiert. Um dieser Kategorie zugeteilt zu werden, muss der Patient rund um die Uhr auch nachts betreut werden. Dahingehend ist im Bereich der Körperpflege ein Aufwand von 240 Minuten vorzuweisen. Auch hier muss er auf mehrfache Unterstützung in der Hauswirtschaft angewiesen sein.

Private Pflegeversicherung – die Lösung zur Füllung der Notlücke

Damit man im eintretenden Pflegefall keine Leistungskürzungen erwarten muss, ist jedem Versicherungsnehmer der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung anzuraten. Dabei hat er die Wahl zwischen folgenden Policen:

Pflegerentenversicherung: dabei handelt es sich um eine Art Lebensversicherung, die den Versicherungsnehmer, mit der Leistung von Versicherungsbeiträgen, bevollmächtigt eine Pflegerente in Anspruch zu nehmen. Sofern die versicherte Pflegebedürftigkeit nicht eintritt, können die geleisteten Zahlungen in eine Rente umgewandelt werden.

Pflegekostenversicherung: die Pflegekostenversicherung ist dadurch charakterisiert, dass sie die offenen Kosten, die durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht mehr gedeckt werden, übernehmen.

Pflegetagegeldversicherung: sobald ein Grad der Pflegebedürftigkeit mit der entsprechenden Pflegestufe nachgewiesen kann, wird ein gleichbleibendes Tagesgeld unabhängig von den tatsächlich entstandenen Pflegekosten gezahlt.

Pflege-Bahr: mit dieser Zusatzversicherung erhält der Versicherungsnehmer einen Rundumschutz. Dabei leistet er einen monatlichen Beitrag von 10,00 €, der ihm eine Zulage von monatlich 5,00 € ermöglicht.

Fazit

Der Pflegeversicherungs-Test hat gezeigt, dass wir uns im Falle der Pflegebedürftigkeit keine Sorgen machen müssen. Die Änderungen, die wir im Bereich der Pflegeversicherung feststellen mussten, sind nicht spurlos an den Versicherungsgesellschaften vorbeigegangen, sodass diese ihr Leistungsrepertoire zugunsten des Versicherungsnehmers erweitert und geändert haben. Geht es um den Abschluss einer Police sollte man sich genauestens über die verschiedenen Versicherer informieren und gegebenenfalls bereits abgegebene Bewertungen unter die Lupe nehmen. Des Weiteren kann ein Online Rechner bei der Suche nach dem richtigen Anbieter helfen. Somit hat man die Möglichkeit den Versicherer auszuwählen, der sowohl im Hinblick auf Kundenorientierung als auch auf Individualisierbarkeit, das Angebot unterbreitet, welches zufrieden angenommen werden kann.

Weitere Informationen zur Pflegeversicherung: Gesetzliche PV | Aktuelle News